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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Rekord beim nächsten Kreuzviertelfest: So viele Bands wie noch nie

Gruppenbild: Realive - die Feten-Fetzer

Gruppenbild mit Dame: Die Feten-Fetzer von "Realive" veredelten bereits so manche große Party - etwa auf dem Kreuzfahrtschiff Aida. Beim Kreuzviertelfest sorgt die Band für Classic Charts. [Foto: PD]

[11.08.2009 | Münster | HDT]

Rekord, absoluter Rekord – für die Macher des nächsten Kreuzviertelfestes, das am 22. und 23. August auf den Flaniermeilen rund um die Kirche gefeiert wird. In diesem Jahr haben die Organisatoren über zwanzig Musik- und Dance-Ensembles verpflichtet. Nie zuvor war das Angebot dichter, facettenreicher, unterhaltsamer.  

„Etliche Formationen“, wissen die Ausrichter um Herbert Stallkamp, Arnold Thöne und Wolfgang Layda aus zahlreichen Gesprächen mit Protagonisten zu berichten, „möchten zu gern bei uns auftreten, weil sie selbst das Flair lieben. Insofern rufen viele von ihnen -  dankenswerterweise – sehr moderate Gagen auf.“

Faszinierende Stimme

Weil die Sponsoren trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise für die Traditionsveranstaltung des nunmehr 57 Mitglieder umfassenden Vereins der Kaufleute ihre Finanzmittel beisteuerten, ließ sich unterm Strich ein interessanter Sound-Mix kombinieren. Rock, Pop, Soul, Funk, aber auch Ska, Gospel, Crossover  - alles wurde berücksichtigt.

Blues-Röhre Jessy Martens: Innerhalb von zwei Jahren eroberte die Hamburger Frontfrau  die Bühnen renommierter Festival im In- und Ausland. Foto: PD

Als Zugnummer wird von den Insidern „the new voice in Blues“ gehandelt - Frontfrau Jessy Martens. Mit einer faszinierenden Stimme sowie unglaublichen Ausstrahlung hat die Hamburgerin, gerade mal 20 Lenze jung, die Rampen zahlreicher bedeutender Festivals im In- und Ausland erobert. Zusammen mit dem Top-Pianisten Jan Fischer erarbeitete die Sängerin ein mitreißendes Repertoire, das durch die kompositorischen Raffinessen der Begleiter zusätzliche Akzente erhält.  

Ähnliches gilt für Nikola Materne (s. Foto links), Münsters außergewöhnliche Sängerin, die eine ganz persönliche Note  pflegt. Gemeinsam mit "Bossanoire" interpretiert sie von melancholischen Balladen bis hin zu lässigen Sambas ein breites Spektrum. Das "Jazz Lounge Trio"- featuring Leah Kline - mag's stilistisch nicht minder ambitioniert.

Was das Genre der Feten-Fetzer anbelangt, gelang den Planern mit „Undercover“ und „Realive“ ein guter Griff  – zwei Gruppen, die in der Vergangenheit so manche Riesen-Party veredelten. Zur Prime-Time sollen beide dafür sorgen, dass die Massen zu schwofen beginnen - die eine Combo samstags, die andere sonntags, immer gegen 20 Uhr on stage. 

Und nicht zu vergessen: das Gastspiel der „Drei Nikoläuse“. Sie verhohnepipeln in ihrer Show am laufenden Band Stars und Sternchen, fallen gnadenlos über das Business her. Gesteigerte Aufmerksamkeit dürfte „Gerd Jörling und seinem Tanzpalais“ gewiss sein. Fünf smarte Herren im feinen Zwirn. Ihr Markenzeichen? Der Retro-Schlager -  mit  eingängigen Melodien und gefühlvollen Texten, obendrein höchst professionell inszeniert. Kein Wunder, dass die Mannen Dauergäste in bundesdeutschen Fernsehsendungen sind. Während  des 45-Minuten-Specials präsentiert das Quintett aktuelle Songs aus dem neuen Album, das Anfang September im Handel erscheint. 

Wettbewerb für die Nachwuchs-Szene

Fünf smarte Herren im feinen Zwirn, die im Fernsehen zu Dauergästen geworden sind: "Gerd Jörling und sein Tanzpalais" stellen im Rahmen eines 45-Minuten-Specials ihr neues Album vor, das Anfang September im Handel erscheint. Außerdem erinnern sie an ihre großen Erfolge aus den Hitparaden der Rundfunkanstalten. Foto: PD

Wer hingegen modernere Rhythmen bevorzugt, für den heizen die eigens per Internet ermittelten Publikumslieblinge aus der „MusikArena“ ein – der Wettbewerb für die hiesige  Nachwuchs-Szene. Zu der gehören überdies "Fat Lips", "The Rockxels" bzw. "Jamboree Allstars" - Talente, die das große Podium für sich nutzen möchten. Die Fähigkeiten der Kursteilnehmer der Öffentlichkeit zu demonstrieren, ist zugleich Motiv für die Tanz- sowie Ballettschulen Sievert, Husemeyer und Rebel, attraktive Performances einzustudieren.      

Neben dem abwechslungsreichen Programm bezieht das Event besonderen Reiz durch das nachbarschaftliche Ambiente. So will der Vorbereitungskreis bewusst Begegnungen zwischen Anwohnern und Besuchern stiften, will Generationen zusammenbringen. „Jemand Nettes zum Klönen“, rührt Geschäftsführer Thöne die Werbetrommel für einen gemütlichen Bummel,  „trifft man hier jederzeit.“

Sport, Spiel, Spannung

Seit Jahren ein bewährtes Vorbereitungsteam: Im Auftrag des Vereins der Kreuzviertler Geschäftsleute kümmern sich die Vorstandsmitglieder (v.l.) Wolfgang Layda, Herbert Stallkamp sowie Arnold Thöne um die Organisation des Stadtteil-Festes. Foto: Halberscheidt

Und die Jüngeren, sie werden sich ihrerseits reichlich vergnügen können. Unter dem Motto „Hits für Kids“ gibt es seit Jahren begehrte Offerten, auf die Kinder sowie Jugendliche abfahren – etwa das Streetball-Turnier, der X4tel-Lauf oder die altersgerechten Stationen für Sport, Spiel, Spannung. Zum echten Klassiker hat sich der Flohmarkt entwickelt, weil er die Chance eröffnet, abseits üblicher Branchenstandards schon frühmorgens günstige Schnäppchen einzuheimsen.  

"Die drei Nikoläuse": Musik-Komödianten, die bei ihren Auftritten vor nichts und niemandem zurückschrecken. Ihre Bühnenshow bietet Spaß und Stimmung zugleich. Foto: PD 

Last but not least: Beim entspannten Sommerspaziergang locken – ebenfalls ein bewährter Brauch - die Stände mit den internationalen Köstlichkeiten, eben Leckereien aus der französischen, italienischen, chinesischen und türkischen Küche.

Gotteshaus-Skulptur

Übrigens: Sollten bei der Schluss-Abrechnung etwaige Gewinne übrig bleiben, profitieren davon soziale Einrichtungen. Karikativen Belangen dient zudem der Verkauf einer kleinen Skulptur, die dem Gotteshaus an der Hoyastraße –  Symbol des Stadtteils -  nachempfunden wurde. Bleibt die leidige Wetterfrage. "Sonne ist geordert", schmunzelt Thöne, "dann wird's schon laufen."

Wolfgang Halberscheidt

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x4tel-Fest_Programm_2009.pdf383.93 KB

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