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Piratenpartei begleitet Käpt'n Heuer bei Schiffstour - FDP: "Öffnen der Koalitionsschleusen" - SPD: "Ba(h)r jeglicher Vernunft"

OB-Kandidat Wolfgang Heuer hat Vertreter der Piratenpartei mit auf seine nächste Schiffstour eingeladen. [Foto: Halberscheidt]
Zur Stadtrundfahrt der etwas anderen Art auf der Santa Monika am kommenden Donnerstag, 20. August, hat OB-Kandidat Wolfgang Heuer (SPD) einen weit gefassten Teilnehmerkreis eingeladen. Zum einen dürfen sich interessierte Bürger, zum anderen Repräsentanten anderer Parteien angesprochen fühlen – darunter Gerhard Joksch (Grüne), Fritz Pfau (UWG) und Gerd Kersting (ödp).
Ebenfalls an Bord willkommen: Vertreter der Piraten. „Die von Anfang an mit auf dem Schiff zu haben“, begründete der Sozialdemokrat seine Initiative mit launigen Worten, „ist sicherlich zigmal besser als plötzlich auf hoher See mit ihnen Bekanntschaft zu schließen“ - um dann das Zusammentreffen aus einer ernsthafteren Sicht zu betrachten. Eine solche Tour sei die optimale Gelegenheit, um das Konzept der Newcomer persönlich genauer kennen zu lernen. „Wenn die ihr Ergebnis von der Europawahl wiederholen, können sie mit einem Mandat im Rat rechnen.“ Für die "konstruktive Zusammenarbeit" sehe er nach all dem, was bislang über die hiesigen Senkrechtstarter bekannt sei, "gute Perspektiven".
"Stabile Mehrheiten"
Eine Aussage, die jedoch gleich Daniel Bahr, den FDP-Kreisvorsitzenden, auf den Plan rief. „Offenbar glauben Wolfgang Heuer und die SPD nicht mehr an ein mehrheitsfähiges rot-grünes Bündnis“, kommentierte er die Bemerkung des Spitzengenossen. „Heuer öffnet alle Koalitionsschleusen. Und wer kommt als Nächstes? Die Linken?“
Hinter der Ankündigung des Lewe-Kontrahenten sieht die liberale Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff mit Blick auf die nächste Kommunalwahl den entscheidenden Punkt: „Entweder CDU und FDP erhalten eine stabile Grundlage, um verlässliche Politik zu gestalten oder Münsters Bürger erleben unsichere wechselnde Mehrheiten im Rat.“
"Polemische Unterstellungen"
Laut Bahr bleibe abzuwarten, wie die Piraten auf die Avancen reagieren würden: „Die haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Sie besetzen mit Bürgerrechten nur ein wichtiges Anliegen. Denn die gleiche SPD hat auf Bundesebene in den vergangenen Jahren zahlreiche Bürgerrechte aufgegeben.“
Alexander Kujat wiederum, Geschäftsführer im Roten Haus an der Münzstraße, wollte von den „polemischen Unterstellungen“ der Freien Demokraten nichts wissen: „Was die sich da zusammenreimen, ist ba(h)r jeglicher Vernunft." Heuer kenne keine Berührungsängste: "Zu seinem Stil gehört es einfach, auch mit anderen offenen Meinungsaustausch zu pflegen. Ganz unbeschwert."
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