"Auf ein gutes Münster" - Markus Lewe (CDU) ist neuer Oberbürgermeister der Stadt

Markus Lewe, der strahlende Sieger, im Kreis seiner Familie. [Fotos: Frobusch. ]
Der neue Oberbürgermeister der Stadt Münster heißt Markus Lewe. Mit 49,48 Prozent gewinnt der Christdemokrat das Rennen um den Sessel des Verwaltungschefs und verweist seinen Gegenspieler Wolfgang Heuer (SPD) auf die Ränge.
Lewe ist ein strahlender Sieger, ganz klar. „Ich freue mich, der neue Oberbürgermeister für alle Münsteraner zu sein. Der Staffelstab, den mir Berthold Tillmann übergibt, symbolisiert für mich das Fortführen von zehn erfolgreichen Jahren Politik.“ (Foto r.) Seine Ärmel hochkrempeln wolle er „für ein starkes und schönes Münster“ – der Jubel scheint ihm recht zu geben, Lewes Stimme geht in den Beifallswogen beinahe unter, „Markus! Markus!“ hallt es durch den Rathaus-Festsaal.
"Fairer Wahlkampf"
Sein Dank gelte allen Wählern, die ihm seine Stimme gegeben haben, auch seinen Kontrahenten Wolfgang Heuer lobt er für einen fairen Wahlkampf: „Ein gutes Miteinander ist gerade in einer Zeit wichtig, die von Politikmüdigkeit geprägt ist.“ Komplimente gibt’s auch für seine Frau Maria: „Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass Du das alles mitgemacht hast“, lacht der Wahlsieger, während seine fünf Kinder ihm stolz auf die Schultern klopfen.
"Nichts überstürzen"
„Auf ein gutes Münster“, stimmt sich Lewe auf sein neues Amt ein. Dass es nach dem Stand der Dinge am Abend gegen 22 Uhr für eine CDU/FDP-Mehrheit im Stadtrat nicht reichen könnte, das ficht ihn in dem Moment des Triumphes nicht an. „Wir wollen nichts überstürzen, in der morgigen Fraktionssitzung werden wir Zeit genug haben, alles in Ruhe zu überlegen. Jetzt wird erst Mal gefeiert.“
Die Enttäuschung steht Wolfgang Heuer nach der Niederlage ins Gesicht geschrieben. Svenja Schulze weiß, dass die Genossen dennoch stolz auf ihren Spitzenkandidaten sind.
Enttäuschung greifbar
Die Enttäuschung hingegen bei Wolfgang Heuer ist greifbar. Mit versteinerter Miene und hörbar bedrückt bringt er es doch fertig, dem neuen Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe, kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses zu gratulieren. Heuer ist ein fairer Verlierer.
„Wir konnten in den ländlichen Bereichen nicht punkten, da war die CDU mobilisierungsfähiger .“ In den Innenstadtbezirken sieht das für die SPD anders aus. Da hatte Heuer zum Teil über 60 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können, im Wahlbezirk Bremer Straße waren es sogar 73,58 Prozent. Aber. „Es hat nicht gereicht mit meiner Person“, zieht Heuer für sich das Fazit. Eine detaillierte Analyse kann und will er an diesem Wahlabend nicht geben.
Gekämpft und verloren
Heuer hat gekämpft und verloren. „Wir sind stolz auf ihn und darauf, dass er so nah an Markus Lewe herangekommen ist“, stärkt die Unterbezirksvorsitzende Svenja Schulze ihm den Rücken. Die Wolfgang, Wolfgang, Wolfgang-Rufe, derjenigen, die mit ihm bis zuletzt um jede Stimme gefochten haben, in einem Wahlkampf „der sich um die Alltagssorgen der Menschen drehte“ (O-Ton-Heuer), zeigt ebenfalls, dass die Mannschaft auch nach der Niederlage hinter ihm steht. Das ist tröstlich, doch nach Feiern ist Heuer an diesem Wahlabend nicht zu Mute.
Caroline Kern/Bruni Frobusch
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