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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Münster braucht tragfähige Visionen!

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[31.08.2009 | HDT]

Der Bürger hat entschieden. Und offenbar „strubbelige Verhältnisse“ herbeigeführt: Theo Sträßers Bonmot aus den Neunzigern war zumindest die am meisten zitierte Formel. Denn soviel steht inzwischen fest: CDU/FDP als auch SPD/GAL können  gegenwärtig keine Mehrheiten aufweisen.     

Eine Chance für kleinere Parteien? Doch die winkten frühzeitig ab, zeigten an ernsthaften Bündnis-Überlegungen eher geringeres Interesse. Werden nun unter dem Druck der aktuellen Ereignisse die Karten ganz neu gemischt? Sind da vielleicht plötzlich Konstellationen denkbar, die bislang kaum jemand in Erwägung zog?

Haltlose Gerüchte

Am Wahlabend jedenfalls wollten die meisten Kommunalpolitiker noch nicht an die Sache ran: erst müsse man die aktuellen Resultate sorgfältig analysieren. Doch bei den Linken  wurde bereits munter drauf los spekuliert: Für die Koalition aus Christdemokraten und GALliern, stichelten sie, würde es unterm Strich ja locker reichen …  

Alles Papperlapapp, hieß es derweil von beiden Parteien. Allgemeiner Tenor: Kein Thema  - weder heute noch morgen. Sagel und Co. sollten sich gefälligst um ihre eigenen Dinge kümmern, nicht aber haltlose Gerüchte streuen. Und Markus Lewe, der frisch ins Amt berufene Oberbürgermeister, verspürte ebenfalls wenig Lust, sich mit derart überflüssigen Thesen den Jubeltag vermasseln zu lassen. Er stehe für ein „schönes“,  für ein „starkes Münster“, wolle allen ein guter OB sein. Und setze daher auf breite Kooperationen.   

Doch was tun, wenn sich der Konsens nicht zwangsläufig anbietet? Wenn der OB künftig um jede Abstimmung fürchten muss, weil sich am Ende zwei ebenbürtige Lager gegenseitig paralysieren? Dann müssen tragfähige Visionen her.

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