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200.000 Euro: Erbauliche Brillux-Spende für die Stadtbücherei - Außenhaut auf einen Streich saniert

Schulterschluss für die Stadtbücherei (v.l.): Frank Dusny, Dr. Andrea Hanke, Helga Bickeböller und Dr. Julius Schröder. [Foto: Frobusch]
Die Firma Brillux hat tief in die Tasche gegriffen und 200.000 Euro auf den Tisch des Hauses gelegt. Viel Geld, mit dem jetzt die Fassade der Stadtbücherei komplett auf Vordermann gebracht wurde. Und das auf einen Streich.
Nicht häppchenweise in den nächsten zwei, drei Jahren. So, wie es die strapazierte Stadtkasse gerade hergegeben hätte. Aus der wurden noch 50.000 Euro zugebuttert.
"Wunderbares Engagement"
Kein Wunder, dass Kämmerin Helga Bickeböller heute, nach vollendeter Aufarbeitung der architektonischen Perle, fast ins Schwärmen geriet. Sie bedankte sich „für das wunderbare bürgerschaftliche Engagement“, das nun wirklich in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit sei. Für eine Bibliothek, die 16 Jahre nach ihrer Erbauung wieder wie neu aussehe.
Apropos Erbauung: Erbaulich fand auch Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke die spürbare Entlastung des Stadtsäckels zum einen und „ein Zeichen der Wertschätzung“ für eine Einrichtung, die über 2.000 Menschen pro Tag nutzen.
Bekenntnis zum Standort Münster
Für Dr. Julius Schröder, Geschäftsführer des seit 120 Jahren in der Stadt Münster ansässigen, aber weltweit agierenden Familienunternehmens Brillux, war es „eine Freude, in Münsters guter Stube beim Großreinemachen eines Wahrzeichens anzufassen. Und einen Putzbau zu profilieren und nicht eine Backstein-Fassade, wie man sie in Münster so mag. “ Für Schröder und den Marketing-Leiter des Vollsortimenters und Direktanbieters im Lack- und Farbenbereich, Frank Dusny, ist die Unterstützung auch ein klares Bekenntnis zum Standort Münster.
Fassaden-Kur
Wind und Wetter hatten spürbar an der Außenhaut der Stadtbücherei geknabbert. Putz war abgeplatzt, Algen und Moose hatten ihr Grün in die Fassade gesprenkelt, schadhaftes Dämmmaterial tat ein Übriges – die umfassende Kur an den beiden 16 Meter hohen Baukörpern war fällig.
1.900 Quadratmeter Fassade ließ dank der Brillux-Gabe das für die Sanierung federführende Amt für Immobilienmanagement überarbeiten. Poröses Dämmmaterial wurde ausgetauscht und die gesamte Flächenfront mit einem frischen Putz überzogen. Ein zweifacher Silikatanstrich stülpte eine schützende Gebäudehaut über.
Hinter grünen Gardinen
Die Gerüste sind nach fünf Monaten reiner Bauzeit wieder abgebaut. Gearbeitet wurde bei laufenden Betrieb. Für Büchereileiterin Monika Rasche und ihr Team war es kein Problem, in dieser Zeit hinter grünen Gardinen arbeiten zu müssen. Wo doch jetzt das Gebäude am Einfallstor in die Stadt, so Rasche, wieder ansehnlich ist, hebt sie auf die sich verändernden Fußgängerwege in die Stadt ab, wenn erst einmal das Parkhaus Mitte ein paar Meter weiter am Alten Steinweg erst fertig ist.
1993 machten sich die Bürger Münsters die Bibliothek zum Stadtjubiläum zum Geschenk. Ihre Aufsehen erregende Architektur nach dem Entwurf des Architekturbüros Bolles-Wilson+Partner wurde international gefeiert.
Bruni Frobusch
[14.05.2010 | ECHO]Für sein „überbordend poetisches Zeitpanorama der Sechziger-Jahre“, so die Jury, hat der Schriftsteller Georg Klein den diesjährigen Leipziger Buchpreises erhalten. Aus seinem „Roman unserer Kindheit“ liest der preisgekrönte Autor am Dienstag, 18. Mai, im Lesesaal der münsterschen Stadtbücherei vor.
[03.05.2010 | ECHO]„... Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“, sagte einst Heinrich Heine. Am 10. Mai 1933 wurde er Realität: In nahezu allen deutschen Hochschulstädten fanden Bücherverbrennungen statt, auch in Münster. Ein Vortrag am Montag, 10. Mai, in der Stadtbücherei erinnert an diesen Akt kultureller Barbarei, an den Beginn von Verfolgung und Vernichtung.
[28.04.2010 | ECHO]Das Schreib-Lese-Zentrums des Germanistischen Instituts der Universität bietet eine neue Veranstaltungsreihe an, die unter dem Titel "Gespräch über Bücher. Kindheit und Jugend literarisch" Kinder- und Jugendliteratur und ihre medialen Präsentation in den Mittelpunkt stellt.
Die Reihe startet am 5. Mai mit dem Berliner Autor und Übersetzer Andreas Steinhöfel.
[16.04.2010 | ECHO]Ist Masematte eine ausgestorbene Sprache? Nicht ganz: Einer der wenigen, der sich noch in Münsters dritter Sprache Masematte zuhause fühlt, ist Manfred Averbeck. Zusammen mit dem Sprachwissenschaftler Klaus Siewert bestreitet er zum Welttag des Buches am Freitag, 23. April, einen jovelen Masematte-Abend in der Stadtbücherei am Alten Steinweg.
[12.04.2010 | ECHO]Die Freiwilligenagentur Münster sucht engagierte Bürger, die Spaß daran haben, anderen vorzulesen. Da ist zum Beispiel ein Projekt der Stadtbücherei, gedacht für Kinder zwischen fünf und sieben Jahren. Die Kinder lassen sich dort von Freiwilligen immer samstags Geschichten vortragen.
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