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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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"Aus der Krise hilft nur grün": Maria Klein-Schmeink rüstet sich zum Bundestagswahlkampf

Maria Klein-Schmeink, Daniel Sandhaus

"Soziale Gerechtigkeit" liege ihr besonders am Herzen: Die Grüne Spitzenkandidatin Maria Klein-Schmeink und Daniel Sandhaus, Sprecher des Kreisvorstandes. [Foto: Kern]

[04.09.2009 | Münster | CKR]

Knapp zwanzig Prozent aller Stimmen gingen bei der Kommunalwahl in Münster an die Grünen: „Ein Ergebnis, das mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen sehr motivierend ist“, sagt Daniel Sandhaus, Sprecher des Kreisvorstandes. Spitzenkandidatin Maria Klein-Schmeink krempelt jetzt die Ärmel hoch für einen ambitionierten Wahlkampf.

„Die Bevölkerung ist verunsichert, worum es bei den Bundestagswahlen überhaupt geht“, gibt die Politikerin zu bedenken. „Privat vor Staat“, das sei das zweifelhafte Ziel des schwarz-gelben Lagers, vor dem die grüne Ratsfrau eindringlich warnt: „Mehr Geld für die oberen, weniger für die unteren Bevölkerungsschichten: Das wären die Konsequenzen dieser Steuerpolitik.“ Ihre Kritik: „Es fehlen Zukunftskonzepte, wie wir aus der derzeitig schlechten Wirtschaftslage wieder herauskommen können.“

Grundlegende Neuorientierung

Wenn am 27. September die Kreuzchen gesetzt werden, stehe eine „grundlegende Neuorientierung“ an. Das Gesamtkonzept der GALlier für die kommenden vier Jahre lautet entsprechend: „Aus der Krise hilft nur Grün“. Hoffnungsträger sei der „Green New Deal“, der sich mit Themen wie Klimaschutz, Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Bildung auseinandersetzt.

Gerechte und armutsfeste Grundsicherung

Klein-Schmeinks persönliche Steckenpferde seien die kommunale Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik: „Hier will ich mich für eine gerechte und armutsfeste Grundsicherung, für eine bessere Bezahlung von Frauen sowie für den Mindestlohn einsetzen. Auch die Versorgung von Kranken muss sich ändern: Der Patient sollte wieder mehr im Mittelpunkt stehen“, fordert die Spitzenkandidatin. Sie sei froh, auf ihre jahrelangen Erfahrungen in der münsterschen Kommunalpolitik zurückgreifen zu können: „Der Blick für die kleineren Strukturen ist im Bundestag besonders wichtig: 80 Prozent aller Gesetze entstehen in den Städten“, argumentiert die Ratsfrau.

Überregionale Termine

Während des Wahlkampfes wolle sie unter anderem in den Stadtteilen Präsenz zeigen sowie die Grundbedingungen in den örtlichen Krankenhäusern eruieren. Und da sie sich zudem auf NRW-Ebene als grüne Politikerin engagiert, werden auch zahlreich überregionale Termine auf sie zukommen: „Maria läuft und hört zu, wird dann meine Devise lauten“, lacht Klein-Schmeink, die tatsächlich aktive Laufsportlerin ist. An prominenter Unterstützung wird es Münsters Grünen ebenfalls nicht mangeln: Am 17. September ist Jürgen Trittin zu Gast in der Domstadt, zwei Tage später tritt Bärbel Höhn ans Rednerpult, am 22. September kommt Volker Beck nach Münster.

Listenplatz 11

Da Klein-Schmeink derzeit Listenplatz 11 belegt, bräuchten die Grünen wenigstens ein Acht-Prozent-Ergebnis, um ein sicheres Mandat für ihre Kandidatin zu erhalten. Sollte es dazu kommen, wäre die GALlierin nicht nur die einzige weibliche Kandidatin aus Westfalen, sondern auch die erste Frau aus Münster, die ins Berliner Parlament einzieht: „Das würde den Grünen natürlich gut zu Gesicht stehen“, nicken sich Klein-Schmeink und Sandhaus zu.

Caroline Kern

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