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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Stattwurst für Theo Knetzgers wild gewordenen Widersacher

Featurebild: Stattwurst für raubeinigen Angreifer

Geschlagen, geboxt - und offenbar mit dem Schirm traktiert: Die Stattwurst gibt's heute für jenen aggressiven Wüterich, der auf Theo Knetzger beim Verteilen von Wahlkampfmaterialien losging. [Foto: Halberscheidt]

[06.09.2009 | Münster | HDT]

Geschlagen hat man ihn, mit Boxhieben traktiert, am Ende soll sogar der Regenschirm als Waffe gegen Theo Knetzger, Wahlleiter der Linken, eingesetzt worden sein. Der behandelnde Arzt stellte inzwischen Prellungen an Nieren und Milz fest. 

Der Anlass für die Attacke? Eine Lappalie: Das Parteimitglied, ein vor Ort bekannter Gewerkschaftssekretär, eilte da eifrig von Haus zu Haus, verteilte im Auftrag seines Kreisverbandes aktuelle Info-Materialien. Doch jener ältere Herr, der schließlich so massiv aus der Rolle fiel und die Contenance verlor, schien dies alles gründlich verärgert zu haben. Denn er wurde laut, ließ zunächst heftige Schimpftiraden vom Stapel, rastete dann förmlich aus, als der andere unverdrossen die Steckaktion fortsetzte  – und prügelte zu guter Letzt nach Angaben des Opfers einfach drauf los.

Gewalt? Nein danke!

Raubeinigkeit, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Sowieso: Gewalt gegenüber anderen? Nein danke! Deshalb: Stattwurst! Für rüpelhaftes Benehmen.

Selbst wenn der Senior - ein weiterer Deutungsversuch der Polizei - nicht den Aktivisten  treffen wollte, sondern nur genervt darüber war, dass der die Briefkästen mit vermeintlich unerwünschter Werbung vollstopfte:  Noch lange kein Grund, sich derart aggressiv aufzuführen. 

Öffentliches Getöse

Was an der Geschichte zusätzlich bemerkenswert ist?  Obwohl der Vorfall zwei Tage vor dem jüngsten Urnengang passierte, vermied  es der Kreis um die linken Spitzenkandidaten Rüdiger Sagel, Raimund Köhn und Hubertus Zdebel, politisches Kapital aus der Sache zu ziehen. Denn das Trio brachte die Angelegenheit erst in Umlauf, nachdem die Bürger ihren persönlichen Favoriten längst auf dem Stimmzettel  angekreuzt hatten.

Bemerkenswert insofern, weil hier PR-Strategen im Vorfeld bewusst auf sensationsträchtige Aufmerksamkeit verzichteten, wo doch andererseits schon ein lediglich per Edding-Stift verunstaltetes Werbeplakat tagelang für öffentliches Getöse sorgte …

Wolfgang Halberscheidt

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: