"Turbo-Abi und Bologna": Bildungsstreik-Bündnis lässt über Reizthemen diskutieren

Die beiden ASta-Referenten Katharina Ochsendorf und Michael Dunker bereiten die nächste Veranstaltung vor - eine Podiumsdiskussion über "Turbo-Abi und Bologna". [Foto: PD]
Das Bildungsstreik-Bündnis Münster veranstaltet kurz vor der Bundestagswahl eine Podiumsdiskussion mit zwei Abgeordneten aus Münster. Das Thema: "Turboabi und Bologna - vom Sinn und Zweck der jüngsten Reformen im Bildungswesen." Anberaumt worden ist der Meinungsaustausch für Montag, 14. September, 20 Uhr, im Hörsaal H 3.
Teilnehmen werden die beiden Politiker Christoph Strässer (SPD) und Ruprecht Polenz (CDU), ferner debattieren Katharina Maria Nocun (Studentin), Aná Müther (Schülerin) sowie Torsten Bultmann (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, BdWi). Die Moderation hat Michael Billig (Journalist) übernommen.
Vielzahl von Reformen
Die Diskussion wird sich nicht nur mit der praktische Umsetzung der Bildungsreformen beschäftigen, sondern auch deren eigentlichen Sinn und Zweck thematisieren. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, direkte Fragen an das Podium zu richten.
Innerhalb der letzten zehn Jahre wurde im deutschen Schul- und Hochschulwesen eine Vielzahl von Reformen eingeleitet, die nun allmählich Wirklichkeit werden: Die Abituraufgaben in Nordrhein-Westfalen werden mittlerweile zentral gestellt, ab 2013 können Schüler und Schülerinnen hierzulande ein "Turboabitur" nach zwölf Jahren ablegen, und im vergangenen Jahr standen erstmals seit Jahrzehnten wieder Kopfnoten auf den Zeugnissen. Währenddessen wird weiterhin über die Zukunft des Kurs-Modells in der Oberstufe debattiert - hier zeichnet sich die nächste große Reform ab.
Bundesweite Demonstrationen
An den Universitäten wurden derweil im Rahmen des "Bolognaprozesses" die neuen, modularisierten Bachelor- und Masterstudiengänge verwirklicht, was - neben der Einführung von Studiengebühren auch an den meisten Hochschulen in NRW - nach Ansicht der Organisatoren als tief greifender Einschnitt empfunden wird. "Dass diese Bildungsreformen alles andere als unumstritten geblieben sind, zeigten die bundesweiten Demonstrationen am 15. Juni", betont Jörg Rostek, einer aus dem Kreis der Initiatoren. "250.000 Schüler, Studierende, Lehrende und andere gingen auf die Straße, um ein anderes Bildungssystem zu fordern. Auch in Münster nahmen rund 15.000 Akteure an den Protesten teil."
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- Druckversion
- 465 Aufrufe
News von: OPEN:ECHO
[12.03.2010 | CKR]„Ein neues Südbad ist das Ziel“, so der Titel eines gemeinsamen Antrages, den Münsters Sechs-Parteien-Bündnis jetzt dem Rat vorlegen will. In einer so genannten Machbarkeitsstudie soll die Verwaltung noch in diesem Jahr Vorschläge für die Nutzung sowie ein Technik- und Betriebskonzept erarbeiten. Verschiedene Finanzierungsmodelle sollen ebenfalls geprüft werden.
[12.03.2010 | ECHO/CKR]Der Funkmast im Aaseeviertel: Ein Thema, das sich auszuweiten beginnt, betrachtet man nur die letzte Woche. Nachdem der Polizeibeirat in gleicher Angelegenheit einen Vorstoß bei NRW-Innenminister Ingo Wolf unternahm, die SPD-Abgeordnete Svenja Schulze im Landtag die Kleine Anfrage startete, bittet nun Bürgermeisterin Karin Reismann um Mithilfe.
[12.03.2010 | ECHO]Fragen von betroffenen Münsteranern zum Standort des geplanten Funkturms in der Aaseestadt greift jetzt die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze auf: In einer Kleinen Anfrage wendet sie sich an das Düsseldorfer Kabinett, um sich nach geprüften alternativen Standorten sowie der Bewertung derartiger Anlagen aus städtebaulicher wie auch gesundheitlicher Sicht zu erkundigen.
[12.03.2010 | ECHO]Mit "Unverständnis" reagiert die Ratsgruppe aus UWG und ÖDP auf die nun erfolgte Einigung zwischen SPD und CDU zum Haushalt 2010. Statt der zwingend notwendigen Konsolidierung würden zusätzliche Ausgaben von 850.000 Euro beschlossen - Positionen, die noch über den ursprünglichen Entwurf hinausgehen würden.
[11.03.2010 | ECHO]Anfang der Woche wurde das Projekt „Gemeinsam bauen“ der Wohn + Stadtbau sowie der Kommune vorgestellt, wenige Tage später erhält es Unterstützung von der CDU-Ratsfraktion. „Ein zukunftsorientiertes Vorhaben", lobt Sybille Benning, planungspolitische Sprecherin der Union, "eins, das auf moderne Erfordernisse reagiert.“


















