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"Unhaltbarer Zustand": Münsters Grüne wollen mehr Durchblick im Fahrraddschungel am Hauptbahnhof
Beklagen sich über "Fahrradhaufen" am Osteingang des Hauptbahnhofes (v.l.): Die grünen Ratsvertreter Helga Bennink, Gerhard Joksch und Carsten Peters. [Foto: Kern]
Das Problem ist bekannt: Münster erstickt derweil unter der Masse seiner Fahrräder, vor allem am Hauptbahnhof stehen die Leezen dicht an dicht. Die Grünen wollen das nicht länger mit ansehen – und fordern Stadt und Bahn zum Handeln auf.
Treffpunkt Ostausgang: Die grüne Ratsfrau Helga Bennink blickt sich in dem Meer an Drahteseln um – und schüttelt wütend den Kopf. „Jeden Morgen, wenn ich mein Rad hier abstelle, denke ich: ,Das kann nicht wahr sein‘. Dieser Zustand ist alles andere als zufriedenstellend.“ Betroffene Gesichter bei den Vertretern der Deutschen Bahn und des hiesigen Ordnungsamtes: „Bei täglich bis zu 55.000 Reisenden können wir auf die verhältnismäßig wenigen Gäste, die mit dem Fahrrad ankommen, keine Rücksicht nehmen“, sagt der DB-Zuständige. Gerhard Joksch, ebenfalls Vertreter der Grünen im Stadtrat, hält dagegen und ist sich sicher: Unter dieser Situation leiden deutlich mehr Menschen. Doch wer soll zur Verantwortung gezogen werden?
Gemeinsame Lösung finden
Eigentümer der Fläche ist das Verkehrsunternehmen – da darauf geparkt wird, wird vom so genannten „ruhenden Verkehr“ gesprochen, der wiederum in der Aufgabenbereich der Stadt fällt. Die darf laut Gesetz aber nur eingreifen, wenn ein Rettungsweg versperrt ist oder das Fahrgerät gefährdend abgestellt wurde. „Die Frage richtet sich nicht an die Qualität, sondern an die Quantität dieser Verordnung: Ein einzelnes Fahrrad stört niemanden, tausende hingegen schon“, erläutert der Verantwortliche vom Ordnungsamt. Für Bennink ein besonderer Dorn im Auge: scheinbar herrenlose oder auch nicht mehr fahrtaugliche Exemplare. „Hier muss eine gemeinsame Lösung gefunden werden.“
Ressourcen-Problem
Die bisherige Handhabe: In regelmäßigen Abständen werden „Fahrradleichen“ mitgenommen, bis zu sechs Monaten bleiben sie in einer Halle am Industrieweg, wo ihre Besitzern sie abholen können. Die Grünen wollen mehr, wissen aber auch: „Wir stehen vor einem Ressourcen-Problem, es mangelt an Personal und Zeit.“ Seine Idee ist es, den Platz alle drei Monate „komplett zu räumen.“ Die Fachkräfte für diese Arbeit kämen von der Deutschen Bahn, die nötige Abstellfläche von der Stadt. Mit 25.000 Euro im Jahr würde dieser Aufwand im kommunalen Haushalt zu Buche schlagen, „das sind nur fünf Prozent der Kosten, die der Picasso-Platz verschlungen hat“, stellt der studierte Stadtplaner mit spottendem Unterton fest.
Und siehe da: Wie der Bahnvertreter verrät, wurde für Mitte Oktober bereits eine Aktion geplant, bei der eben das Prozedere derartiger Aufräumarbeiten testweise durchgegangen werden soll. Mit Blick auf die geplante zweite Radstation, die mit dem zugesagten Bahnhofsumbau entstehen soll, sind sich die Beteiligten einig: Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. Joksch pocht auf eine Übergangslösung: „Ich werde im Rat einen Antrag für eine entsprechende Vereinbarung stellen.“
Caroline Kern
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[12.05.2010 | ECHO]Auf der Strecke zwischen Lünen und Münster führt die Deutsche Bahn AG von Montag, 17. Mai, bis Freitag, 4. Juni, jeweils von 7 bis 17 Uhr Vegetationsarbeiten durch.
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Der 46-jährige Marketingwissenschaftler und Direktor des Instituts für Marketing an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) wird dabei zukünftig mit deutschlandweit bekannten Experten zusammenarbeiten.
Schwerpunkt Beratung
[03.05.2010 | ECHO]Ein 31 Jahre alter Mann aus Münster fuhr am Samstagnachmittag, 1. Mai, mit seinem Fahrrad auf dem Leinpfad des Dortmund- Ems- Kanals in Richtung Hiltrup-Ost. Gegen 15.15 Uhr, auf Höhe des Hiltruper Sees, kam ihm eine Gruppe von acht bis zehn Radlern entgegen. Obwohl der Mann ausgewichen und äußerst rechts gefahren ist, kam es zu einem Zusammenstoß.
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