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Charmante Idee des DRK: Herzensstern-Boulevard für Blutspender im Hanse Carré

Der Walk of Fame in Münster ist eröffnet. Künstler Hasso Maas bohrte den Stern der Spenderin Swantje Diepenhorst in den Beton. [Fotos: Chavez Lambers]
„Ein Herz, das Deinen Namen trägt.“ - Diese Liedzeile könnte für einige bald Wirklichkeit werden, denn das Deutsche Rote Kreuz West eröffnete am Samstag den ersten Walk of Fame in Münster. Um einen Stern mit seinem Namen und aufgedrucktem Herz auf der Beginengasse am Hanse Carré zu erhalten, muss man aber keine berühmte Persönlichkeit sein. Mit dieser Aktion möchte das DRK vielmehr den Menschen danken, die etwas Gutes tun, nämlich Blut spenden.
Auf dem Herzensstern-Boulevard werden alle Freiwilligen, die entweder zum ersten oder zum fünften Mal im Zentrum für Transfusionsmedizin in der Sperlichstraße ihr Blut geben, geehrt. Wer aus irgendeinem Grund nicht selber spenden darf, kann die sinnvolle Kampagne trotzdem unterstützen, indem er Neukunden wirbt. Auch dafür wird der Werber dann mit einer goldenen Plakette belohnt.
„Das soll eine Motivation sein für diejenigen, die noch nie bei uns waren“, klärt Claudia Müller, Pressesprecherin des Roten Kreuzes auf, „Noch ist die Versorgung gewährleistet, aber wir brauchen pro Tag ungefähr 1.200 bis 1.500 neue Kunden im Münsterland und Ostwestfalen.“ Auch beim Blutspendedienst sei der demographische Wandel zu spüren. Das sei vergleichbar mit der Rente: Viele Bedürftige, wenig Nachwuchs, erklärt die engagierte Sprecherin.
Unkompliziert
Neben schwierigen Operationen werden die meisten Transfusionen zur Krebsbehandlung benötigt, da vor allem Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, auf Spenderblut angewiesen sind. Blut spenden rettet also Leben und ist ganz unkompliziert. Man kann einfach ohne Termin zu den Öffnungszeiten im Medizinischen Zentrum vorbei kommen. „Geplant ist außerdem in einer Etage des Hanse Carrés eine Station aufzumachen, damit vom Boulevard bis zur Sperlichstraße kein Kunde verloren geht“, sagte Andreas Deilmann, einer der Architekten des Gebäudes.
38 Sterne in den Beton gebohrt
Auf der Gasse in der Innenstadt wurden am Tag der Eröffnung schon 38 Sterne in den Beton gebohrt werden. „Ein großer Erfolg für die ersten vier Wochen“, freute sich Müller und ist guter Hoffnung, dass sich noch viel mehr Menschen durch die Aktion, die noch bis zum 31. Dezember 2010 läuft, motivieren lassen.
Weitere Informationen erhältlich unter www.herzenssterne.de.
Miriam Chavez-Lambers
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