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Miteinander von Kunst und Wirtschaft: Schnitzler setzt Werke von Peter Schamoni in Szene

Peter Schamoni im Schnitzler-Schaufenster: Ein echter Hingucker. [Foto: Brinkrolf]
Kultur und Handel gehen in Münster Hand in Hand: Das zeigt jetzt das Bekleidungsgeschäft Schnitzler am Prinzipalmarkt – und macht auf die bald im Landesmuseum zu bewundernde Ausstellung „Max Ernst lässt grüßen. Peter Schamoni begegnet Max Ernst.“ aufmerksam. Seit Donnerstag, 17. September, kann das Miteinander von Kunst und Wirtschaft betrachtet werden.
Auch wenn das Ausstellungshaus derweil im Bauschutt verborgen zu sein scheint, es ist präsent: Zwei der Schaufenster des Modegeschäft künden von der Sammlung, die ab dem 27. September am Domplatz zu sehen sein wird. Anstoß für diese Idee war „Alle Jahre Wieder“ – wohl einer der bekanntesten Filme Schamonis, der nicht nur seinem Regisseur zu einem silbernen Bären verhalf, sondern auch Münster ein Denkmal setzte. Denn Schauplatz des Streifens ist unter anderem die gute Stube der Stadt: In einer der Szenen schlendern die Darsteller Hans Dieter Schwarze und Sabine Sinjen unter den goldenen Lettern der Einkaufspassage entlang.
Bekannte Fotografie
Die Fotodesign-Künstlerin Sabine Thiel bearbeitete nun das Bild, auf dem das Pärchen unter der dem Schriftzug „Schnitzler“ zu sehen ist. Nicht mehr schwarzweiß, sondern in den neuen Herbstfarben soll diese bekannte Fotografie nun gemeinsam mit anderen – aus dem privaten Fundus des Lichtbildners zur Verfügung gestellten – Werken inmitten der neuen Kollektion auf die Dokumentation im Landesmuseum neugierig machen. Bei der Gestaltung der Auslage durch Angelika Triestram wurde bewusst auf die Werke Ernsts verzichtet – ganz anders als im Museum.
Über 200 Max Ernst-Originale
„Diese Werkschau wird eine sehr persönliche sein“, erklärt der Kurator Dr. Erich Franz. Schließlich waren die beiden Künstler über viele Jahre nicht nur als Kollegen, sondern auch als Freunde eng verbunden. Erstmals begegneten sie sich 1961, als der Filmemacher nach Frankreich reiste, um den bewunderten Älteren mithilfe der Kamera zu porträtieren. Diese besondere Beziehung soll nun mit dieser Sonderausstellung gefeiert werden – anlässlich des 75. Geburtstags Schamonis. Über 200 Max Ernst-Originale werden zu sehen sein, begleitet von einigen Sequenzen aus der Filmdokumentation.
Gelungene Zusammenarbeit
Kristina Dröge, Pressesprecherin der Kunsthalle, ist von der Zusammenarbeit mit dem Bekleidungsspezialisten hellauf begeistert: „Sie bietet uns eine wunderbare Möglichkeit daran zu erinnern, dass unser Haus trotz der Umbauarbeiten nicht geschlossen ist – viele wissen gar nicht, dass wir über den alten Eingang am Domplatz auch jetzt zu erreichen sind.“ Auch Andreas Weitkamp, der in der vierten Generation des Familienunternehmen Schnitzler tätig ist, freut sich über die Kooperation. Genau wie Schamoni, der einen Teil seiner Jugend in Münster verbrachte, fühlt der Kaufmann sich dem Ort verbunden: „Wir als alteingesessene Handelsfamilie sind froh darüber, das Landesmuseum so in das Stadtbild integrieren zu können.“
Eva Jasmin Thießen
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