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Heiß auf ein Tête-à-tête mit Pop-Titan Bohlen: Möchtegern-Sternchen sangen im DSDS-Truck vor
Haben ihre Chance genutzt (v.l.): Jennifer, Tina Kim, Justin und Aaron haben (vergeblich) im DSDS-Tuck ihre Gesangskünste präsentiert. [Fotos: Kern]
Schüchtern waren sie nicht, die Bewerber für die neue „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel: „Wo sind denn die Fernseh-Kameras?“, wunderte sich Florian Schaum, einer von etlichen Anwärtern auf den heiß begehrten Titel, als er am Dienstagmittag (29. September) auf dem Hindenburgplatz die Casting-Lounge betrat.
Der 27-Jährige (Foto rechts) wurde schwer enttäuscht: Weder Aufnahmegeräte, noch „Superstar“ Nummer eins, Entertainer Dieter Bohlen, haben den strahlend blauen Lkw mit dem bekannten Logo in die Domstadt begleitet. Aber entmutigen ließ sich der Kandidat aus Nottuln nicht – und stellte sich tapfer neben seiner Konkurrenz zur Anmeldung an. Dort warteten auch Justin Schlichtig und Aaron Laubinger auf die Chance, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Bereits am gestrigen Montag, als der beliebte Brummi in Dortmund Station machte, haben sie ihre Songs vorgetragen – leider ohne Erfolg. „Zu fünft wurden wir in den Truck gebeten, jeder musste einzeln vor die beiden Jurymitglieder treten und a cappella vorsingen“, beschrieb der 18-jährige Justin das Prozedere und ergänzte: „Ich war so nervös, dass meine Stimme nicht immer voll zum Einsatz kommen konnte“. In Münster also der zweite Anlauf, mit im Gepäck hatte der Jugendliche Alica Keys` aktuellen Hit „No one“. Freund Aaron hat sich für Charlie Caplins „Smile“ entschieden: „Michael Jacksons Lieblingslied, damit kann ich bestimmt punkten“, meinte der 19-Jährige.
Bittere Krokodilstränen
Die Bandbreite der Ambitionen, mit denen die jungen „Möchtegern-Stars“ aus Münster und Umgebung angetreten sind, sie reichte von „just for fun“ bis „ich will es unbedingt schaffen“. Letzteres vertrat ein angehendes Bühnensternchen aus Herdecke: Für den Termin hat die 16-Jährige sogar den Unterricht sausen lassen, ist schon morgens mit dem Zug nach Münster gereist. Als sie nach ihrem Auftritt wieder aus dem Tieflader kletterte, leider ohne Zusage für die Bohlen-Show, flossen bittere Krokodilstränen über ihre Wangen.
Gute Erfahrung
Weniger ernst war da Tina Kim Hartmann aufgestellt: Die Schülerin aus Münster wurde spontan von ihren Klassenkameraden zum Mitmachen überredet, erst seit Kurzem engagiert sie sich als Frontfrau in einer Band. Auch sie hat letztendlich den Sprung in die Sendung nicht geschafft: „Eine gute Erfahrung war es trotzdem“, lachte sie erleichtert. Der 17-jährige Daniel Hoff aus Gronau (Foto links) hat schon an diversen Gesangswettbewerben teilgenommen, und das durchaus erfolgreich: Mit der Gitarre im Arm versuchte der Teen, die Jury von seinem Können zu überzeugen, schmetterte tonsicher Oasis' „Wonderwall“ – und war selbst ganz verwundert, dass er wieder nach Hause geschickt wurde. Ob Herr Bohlen etwa mehr nach Show- denn nach Gesangstalenten suche?
„Dieter Bohlen, Du kleines geschecktes Fohlen“
Florian Schaum hat diese Frage längst für sich beantwortet: Obwohl er es mit seinem eigens für diesen Tag gedichteten Song „Dieter Bohlen, Du kleines geschecktes Fohlen“ nicht in die nächste Runde schaffte, wusste er doch Mitarbeiter wie -streiter zum Lachen zu bringen. Ob seine verrückten Reime wohl dem mitunter umstrittenen Humor des Pop-Promoters zugesagt hätten?
Caroline Kern
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