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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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TOP-Thema

Mark Monhof
[07.07.2010 | LUH]

Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.

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Deutschlands wohl einziges Karaoke-Taxi kurvt beschwingt über Münsters Straßen

Nizamettin Kilincli

Nizamettin Kilincli legt eine Karaoke-CD in den Abspieler seines Taxis ein. Er hat eine reiche Auswahl an Bord, um den Gescjmack der jeweiligen Fahrgäste zu treffen.

[13.10.2009 | Münster | HH]

Wer kennt es nicht, das etwas betretene Schweigen im Taxi, während man durch die Stadt kutschiert wird? Nizamettin Kilincli hat meist eher mit dem Gegenteil zu tun: Denn der 46-jährige gebürtige Türke, der seit Jugendtagen in Münster lebt, fährt Deutschlands vermutlich einziges Karaoke-Taxi.

Die Grundidee hatte der Vorbesitzer des Großraum-Fahrzeugs. Als „Niza“, wie er gern genannt wird, das Taxi kaufte, war er begeistert von diesem Alleinstellungs-Merkmal: „Ich habe die Technik auf Vordermann gebracht, das Angebot an CDs erweitert und gleich auch noch die Möglichkeit geschaffen, Filme anzuschauen“.

Zur Disko oder zum Kegelausflug

Warum man beim Taxifahren singen oder Videos anschauen möchte? „Die Gründe sind so vielfältig wie die Kunden“, lacht Kilincli. Da sind die Cliquen, die am Wochenende gemeinsam zum Diskobesuch anreisen und sich mittels der Karaoke-Anlage schon mal in Stimmung singen. Da sind die Kegelclubs, die der Chauffeur zu ihrem Ausflugsziel fährt und die dabei für „höhere Aufgaben“ trainieren, in dem sie die aufleuchtenden Textzeilen von „Viva Colonia“ bis zum „Bruttosozialprodukt“ mitschallern. Aber es gibt auch Familien, die sich zu Flughäfen bringen lassen und deren Junioren hoch zufrieden sind, wenn die langweilige Autofahrt durch einen Kinderfilm verkürzt wird.

Die Kunden genießen - meist auf dem Weg zur Disko - die Möglichkeit, sich mittels der auf dem Bildschirm hinten im Taxi angezeigten Textzeilen in Stimmung zu singen. Foto: Hänscheid

Normales Taxi im Alltag

 „Taxi Niza“ fährt im Alltag  ganz normale Touren, vermittelt über die Taxizentrale. „Wenn jemand das Karaoke-Angebot nutzen möchte, dann wird das über meine Handy-Nummer bestellt“,  vermeidet der Unternehmer Ärger mit seinen Kollegen. So hat sich schon ein Kreis von Stammkunden gebildet, die sich das musikalische Auto bei Bedarf vor die Haustür bestellen – übrigens zum ganz normalen Fahrpreis. „Das Service-Angebot kostet natürlich nichts extra!“ betont der Familienvater, dessen Lieblingslied übrigens der Höner-Hit „Viva Colonia“ ist.

Hitparaden-Fan

Türkische Musik mag er auch, klar, aber als Hitparaden-Fan von Jugend an – 1977 holte sein Vater die Familie nach Münster -   sei man halt geprägt, so lacht Nizamettin. Dass sein Weg nach der Abendrealschule und Stationen bei den britischen Streitkräften sowie als Linienbusfahrer schließlich zum Taxi-Unternehmer  führte, macht ihn zufrieden: „Ich habe Spaß an meinem Beruf, an der Technik und vor allem am Umgang mit meinen Kunden“.  Da stört ihn auch kein Gesang von den hinteren Bänken, wie gut oder schlecht er auch auf die jeweilige Karaoke-CD passen mag – Hauptsache, die Fahrgäste haben ihren Spaß.

Nur bei "Viva Colonia"...

Kein Gesang der Welt kann ihn übrigens von der Konzentration auf den Straßenverkehr abbringen – denn Mitsingen ist nicht Kilinclis Sache. Nur bei „Viva Colonia“ macht er schon mal eine Ausnahme, der Karaoke-Taxifahrer.

Heike Hänscheid

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