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Heute so - morgen so: CDU bietet immer wieder Überraschungen
Folgenlos sollte sie angeblich sein, jene Satzungsänderung, die da Christoph Brands, Kreisgeschäftsführer der Christdemokraten, im vergangenen Jahr als reine Formalität angekündigt hatte. Eine Formalität ohne jedwede praktische Auswirkung. Doch rasch stellte sich jetzt heraus, dass die abgewandelten Passagen sehr wohl Relevanz besitzen – und zwar ziemlich gravierend.
So war es vor der Umformulierung noch guter Brauch, dass sämtliche münsterschen Parteiangehörigen über die Nominierung der zwei Landtagskandidaten für die beiden Wahlkreise auf einer gemeinsamen Sitzung beschließen durften. Nun aber sollten – nach Versammlungen getrennt - plötzlich nur jene Mitglieder abstimmungsberechtigt sein, die in dem jeweiligen Areal wohnen.
Keine Nachwehen?
Pech für die CDU, dass zu dem Zeitpunkt, als die brisante Bedeutung der aktualisierten Regularien den Protagonisten allmählich bewusst wurde, die ersten Aspiranten ihren Hut längst in den Ring geworfen hatten – nach Maßgabe der früheren Vorgaben aber. Außerdem musste man ja keine Nachwehen erwarten – siehe oben.
Ganz schön vertrackt, die Lage, zweifelsohne. Welches Prozedere galt denn? Das neue? Oder vielleicht doch das alte? Außerdem begannen ob des Wirrwarrs immer mehr Unzufriedene zu mosern, bis Markus Lewe, Chef der Union, ein Machtwort sprechen und das leidige Statuten-Chaos nicht mit dem bereits angelaufenen Verfahren befrachten wollte.
Was wiederum für zusätzlichen Ärger sorgte, da sich Teile der Basis prompt bevormundet fühlten. Auf Anfrage mochte Lewe die jüngsten Entwicklungen gar nicht kommentieren: Die Sache sei momentan für öffentliche Statements viel zu sensibel, beschied er die echo-Redaktion.
Mitglieder-Treffen
Inzwischen pfeifen es jedoch die Spatzen von den Dächern. Bevor die Bewerber für das Parlament in Düsseldorf am 26. November endgültig aufgestellt werden, will man offenbar ein weiteres Mitglieder-Treffen anberaumen. Der zentrale Tagesordnungspunkt: die Entscheidung darüber, nach welchen Modalitäten sich die Anwärter am besten ermitteln lassen. Schon am 27. Oktober tagt die Runde zum ersten Mal: dann hat sie den künftigen Kreisvorstand abzusegnen.
Drei Veranstaltungen innerhalb eines Monats?. Die müssten eigentlich reichen, um alles zur Sprache zu bringen ...
Wolfgang Halberscheidt
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