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Pfizer schließt Wyeth-Standort in Münster: 400 Mitarbeiter sind von den Auswirkungen betroffen

Rund 400 Mitarbeiter der Pfizer-Tochter Wyeth Pharma sollen ihren Standort in Münster aufgeben. [Foto: PD]
Nach der erfolgreich abgeschlossenen Übernahme von Wyeth durch das US-Pharmaunternehmen Pfizer in der vergangenen Woche (echo-muenster berichtete) werden jetzt erste Konsequenzen gezogen: Am Donnerstag, (22. Oktober, verkündete der Konzern die Auflösung des Standortes in Münster.
Eine Entscheidung, die von Branchenkennern insgeheim befürchtet worden war. Wie am Mittag auf einer Pressekonferenz in Münster bekannt wurde, sollen die Geschäftsbereiche Humanarzneimittel, Tiergesundheit und Consumer Healthcare beider Unternehmen in Berlin verortet werden. Ebenfalls verlegen will man demnach die Wyeth-Distribution von Münster nach Karlsruhe.
Für rund 400 Beschäftigte des münsterschen Innendienstes bedeutet dies zwangsläufig, sich von ihrem alten Arbeitsplatz verabschieden zu müssen. Der Außendienst, so hieß es unterdes, soll von diesen Planungen aber nicht betroffen sein.
Sozialplan aufstellen
„Die Reaktionen der Mitarbeiter waren sehr gemischt. Neben der Sorge um die eigene Stelle sieht manch einer auch eine Chance in dieser Veränderung“, sagte Pfizer-Pressesprecher Martin Fensch im Gespräch mit echo-muenster - angesprochen auf die Stimmungslage innerhalb des Personals. Die Arbeitnehmervertreter der Mitbestimmungsgremien seien schon am Mittwoch (21. Oktober) über den Schritt informiert worden, als nächstes wolle man „zügig die Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen“, erklärte Fensch.
Mithilfe eines Sozialplans sollen dabei zwei Möglichkeiten ausgelotet werden: „Die Betroffenen können ihre Arbeit in Berlin beziehungsweise Karlsruhe fortsetzen. Wem dies nicht möglich ist, für den werden wir im Sinne eines Interessensausgleiches eine andere Lösung finden“, kündigte der Unternehmensvertreter an. Individuelle Härten, sie möchte das Haus vermeiden.
Zentrum für Medizin und Gesundheitswirtschaft
Pfizer hat seine Deutschlandzentrale vor rund einem Jahr in die Hauptstadt verlegt. „Wir sind überzeugt, dass Berlin als wichtiges und attraktives Zentrum für Medizin und Gesundheitswirtschaft der richtige Ort für die Steuerung unseres Geschäfts ist“, meinte Dr. Andreas Penk, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland und neuer Leiter der Wyeth Pharma GmbH.
Münsters neuer Oberbürgermeister Markus Lewe bezeichnete den Unternehmensschritt als "bitter" für den hiesigen Forschungs- und Industrie-Standort. Er gehe davon aus, dass nun sämtlichen Beschäftigten akzeptable Angebote in anderen Niederlassungen des Konzerns unterbreitet würden. Die ausführliche OB-Stellungnahme ist am Ende dieses Beitrags aufgeführt.
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