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Farbe, Formen, Figuren - offene Ateliers am Hawerkamp

So wie Elke Seppmann laden am Wochenende die Kamp-Künstler in ihre Ateliers ein. [Fotos: Frobusch]
20 Jahre freie Kulturszene – zum 18. Mal Einladung in die Ateliers: keine Frage, der Hawerkamp hat sich, allen Unkenrufen zum Trotz, etabliert in Münster. Und so werden sich am Wochenende wieder Tausende auf dem ehemaligen Büscher-Gelände hinter der Halle Münsterland einen Einblick in die höchst unterschiedlichen Arbeiten der Menschen gönnen, die dort ihre künstlerischen Fähigkeiten entfalten.
Die konzeptionelle Weiterentwicklung des Kamp, sie soll bewusst betrieben werden, sagt Bildhauer Gerwin Lohmeyer vom Vorstand „Erhaltet den Hawerkamp“. So wird im Frühjahr die kuratierte Ausstellungshalle eröffnen – ein Präsentationsort für externe Künstler. So sind für die erste Vernissage Timm Ulrichs und Udo Scheel im Gespräch.
Lehrer-Atelier
Hinter der Halle ein beschauliches Fleckchen Erde(Foto r.), das zum Skulpturengarten werden könnte und das für Besucher zugänglich gemacht werden soll. „Wir wollen Neues ausprobieren“, sagt Lohmeyer. Zum Beispiel mit Kursen der Kamp-Künstler in einer Art Lehrer-Atelier.
So verschieden die bildenden Künstler und Illustratoren sind, so verschieden sind ihre Arbeiten. Sie setzen malerisch Kuriositäten in der Verpackungswelt um. Wie Elke Seppmann, die sich in der Kirche darüber wunderte, dass beim Erntedankfest nicht nur die natürlichen Rohstoffe vor dem Altar drapiert waren, sondern auch Rotkohl in Konserven.
Blick in die Ateliers
Sie drücken „Heilung und Hoffnung“ aus. Wie Martina Meyer-Heil, die ihre Tai-Chi-Figuren (Foto l.) in einer farbenfroheren Handschrift malt und so ein positives Lebensbild projeziert.
Sie haben sich vom Australien-Austausch der der Schüler des Schillergymnasiums anstecken lassen. Wie Andrea Ottenjann, die die jungen Leute fotographiert hat und sie nur mit einem Detail wie Nase oder Augen auf Leinwand gebracht hat. „Die haben sich alle wiedererkannt“, wundert sie sich schon ein bisschen.
Sie arbeiten abstrakt und führen vor Augen, dass Rot nicht gleich Rot ist. Wie Anne Fellenberg, die der Farbe eine Form gibt.
Sie werfen den Blick zurück, allerdings nicht im Zorn. Wie Christian Heeck, der beim Umräumen eigene Bilder aus den 90-er Jahren entdeckt hat. „Gut abgehangen“ wie er flachst. Und ein Spiegelbild seiner Erfahrungen. As time goes by…
Sie sagen, dass Bilder Gefühle und Gedanken spiegeln. Wie Barbara Oestreich, die intuitiv Alltagserfahrungen auf die Leinwand bringt, die mit Bewegung und Licht spielt und in diesem Jahr die Farben zum Strahlen bringt.
Sie haben sich auf Raum- und Farbgestaltung spezialisiert. Wie Arynia Berges, die auf die Harmonie der Farben setzt. Doch aufgepasst. Wer näher hinsieht, der erkennt den habgierigen, güldenen Frosch (Foto r.), der von der Goldkugel erschlagen wurde.
Sie drücken sich mit dem Scherenschnitt aus. Wie Martina Lückener, die Waldimpressionen aus Schweden umsetzt oder im Zeichen der Wiedervereinigung die beiden Teile Deutschlands aus Spanholz ausgesägt und per Kordel zusammengeführt hat.
Sie lieben fröhliche, pausbäckige Figuren, weil sie selber guter Dinge sind. Wie die Illustratorin Selda Marlin Songanci, die neben eigenen Bücher nun auch Schmuck kreiert hat.
Sie setzen sich mit dem weiten Feld der Erinnerung auseinander. Wie Ruth Bisping, die filigrane Drahtkörper auf einer Eisenplatte miteinander in Verbindung bringt.
Sie sind neu auf dem Kamp. Wie Simone Jänke, die Holzschnitte als Jahreszyklen mit 36 Motiven komponiert. Die Berlinerin hat an der FH Münster bei Wolfgang Troschke studiert. Er hat sie inspiriert, diesen Weg zu gehen.
Sie fotographieren Menschen und stellen sie in neue Zusammenhänge. Wie Elke Dombrowski, die die Aufnahmen in einen neuen Kontext stellt und sie auf der Leinwand einem Stimmungswechsel unterzieht.
Sie sind sich selbst genug und glücklich, wenn sie malen können. Wie Jakob Kopp, der sagt: „Die Bilder sind meine Kinder.“ Kinder, die seine Sehnsucht ausdrücken. Melancholische Arbeiten (Foto l.), die den Kampf der Liebe und die Sehnsucht nach Schönheit ausströmen.
Sie setzen moderne Lyrik malerisch um. Wie Julia Siegmund, die die Gedichte von H.C. Artmann auf ihre Weise interpretiert.
Eröffnung am Freitag
Zur Ausstellung in die rund 30 Ateliers wird vom 30. Oktober bis zum 1. November eingeladen. Die Eröffnung, zu der auch Oberbürgermeister Markus Lewe kommt, ist am Freitag, 30. Oktober, ab 19 Uhr in der Halle B. Am Samstag, 31. Oktober, sind die Ateliers von 15 bis 20 Uhr und am Sonntag, 1. November, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Bruni Frobusch
- [11.05.2010 | ECHO]
Erstmals heißt es für den Zirkus Charles Knie in Münster "Manege frei! Für Menschen, Tiere, Sensationen“. Das Publikum erwartet ein großes Manegen-Spektakel: Alle traditionellen Elemente der Zirkuskunst sind hier im Rahmen einer modernen Choreografie vereint. Am Donnerstag, 20. Mai, startet das Programm mit einer festlichen Abendpremiere auf dem Hindenburgplatz.
[23.04.2010 | ECHO]Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des LWL-Landesmuseums. Nach Leihgabe durch die Bundesrepublik an das münstersche Museum ging es 2009 an die Erben zurück – jetzt, ein Jahr später, konnte es zurückgekauft werden.
[19.04.2010 | ECHO]Der münstersche Tänzer und Choreograf Günther Rebel gastierte in diesen Tagen beim UNESCO-Tanz-Weltkongress „CID“ in Istanbul als Dozent für einen Tanztheater-Workshop. Dabei tanzte er bei der großen Abschlussvorstellung Ausschnitte aus seinem Soloprogramm – mit Erfolg: Der Präsident von CID-Unesco, Prof. Alkis Raftis, lud ihn zur nächsten Tagung im Juli nach Riga ein.
[17.04.2010 | CKR]Ein Programm voll mit Begegnungen und Besichtigungen hat Oberbürgermeister Markus Lewe bei seinem Besuch in Münster Kinderhaus am Samstag, 17. April, absolviert: Nach Gesprächen mit Vertretern verschiedener Institutionen des Viertels hat das Stadtoberhaupt die jüngst am Idenbrockplatz aufgestellte Skulptur „Miteinander“ offiziell übergeben.
[16.04.2010 | ECHO]Zum 25-jährigen Jubiläum feiert das Theater im Pumpenhaus in den kommenden zwei Monaten mit "Statements" ein großes Festival. In über 50 handverlesenen Ereignissen präsentieren Regisseure, Schauspieler, Choreographen und Tänzer aus aller Welt ihre Werke. Los geht’s am Samstag, 17. April, mit dem „Birdwatcher Breakfast“ in den Rieselfeldern.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



