Hörsaal besetzt: Im Audimax wird derzeit "eigenes Bildungsideal in die Tat umgesetzt"

Ein Bild, das die Besetzer des Audimax gemacht haben: Blick in den Hörsaal an der Johannisstraße heute Mittag. [Foto: PR]
Seit heute Mittwoch wird der Audimax der Universität in der Johannisstraße von Studierenden und - nach eigenen Angaben - auch von Schülern besetzt gehalten.
Grund für das Eindringen ins Auditorium Maximum ist nach Aussagen in einer Pressemitteilung die Solidarität mit den landesweiten Besetzungen in österreichischen Hochschulen in den vergangenen Tagen. Auch in Münster gehe es um "bessere Studienbedingungen und eine freie Bildung für alle Menschen".
Bologna und Studiengebühren
Protesten und Forderungen der österreichischen Studierenden - etwa gegen die geplante Einführung von Zulassungsbeschränkungen und eine Wiedereinführung der Studiengebühren sowie zum freien Zugang zu den Hochschulen und ein selbstbestimmtes Studium - schließen sich die Münsteraner an, die vor allem gegen die Folgen des Bologna-Prozesses und die Studiengebühren protestieren.
"Mitdiskutierer willkommen"
Aus den Reihen der Besetzer heißt es, dass der Audimax in den nächsten Tagen besetzt bleiben soll. In dieser Zeit wollen die Studierenden den Hörsaal nutzen um mit eigenen Veranstaltungen ihr Bildungsideal in die Tat umzusetzen. Der morgige Hochschultag bilde für sie dabei einen Rahmen, um auch Schülerinnen und Schüler teilhaben zu lassen. "Alle, die mit diskutieren wollen, sind immer herzlich eingeladen", so schreiben die Besetzer.
Die münstersche Polizei geht derzeit allerdings nicht von einer "Besetzung" aus. Sie kommentierte auf Anfrage von echo-muenster das Geschehen als "intensive Diskussion zwischen Studierenden und dem Leitungsstab der Universität".
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