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Audimax-Besetzung ist beendet: Polizei forderte Demonstranten zum Verlassen des Hörsaals auf - Aktion verlief völlig reibungslos

Freitagmorgen, 6 Uhr früh, rückte die Polizei im Audimax an. Die Besetzer wurden aufgefordert, den Hörsaal zu verlassen. Die Aktion verlief reibungslos. [Foto: Echo-muenster]
Die Besetzung im Audimax ist beendet. Um 6 Uhr früh rückte die Polizei, nach Auskunft ihres Sprechers Klaus Laackman mit "entsprechendem Aufgebot" vor Ort vertreten, im Hörsaal an. Der Aufforderung, ihn unverzüglich zu räumen, kamen die 53 Studierenden laut Laackman "sehr ruhig, sehr diszipliniert" nach.
"Meine Kollegen", betonte er, "haben die jungen Leute quasi geweckt, indem sie das Licht anknipsten." Nach und nach packten die Aktivisten ihre Siebensachen zusammen, rollten die Schlafsäcke ein, verstauten den Müll. Jeder Einzelne von ihnen musste sodann in einem Nebenraum gegenüber den Beamten die Personalien angeben, zusammen mit der Anzeige wegen Hausfriedensbruches - Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles (s. Zusatz-Info am Ende des Artikels) hatte noch am Vorabend Strafantrag gestellt - werden die Unterlagen nun an die Staatsanwaltschaft weiter geleitet.
"Friedlicher Charakter"
"Wir sind heute kalt erwischt worden", meinte einer aus dem Kreis der Protestler im Interview mit echo-muenster, rieb sich den Schlaf aus den Augen, wirkte reichlich enttäuscht. "Auf das Eintreffen der Ordnungshüter waren wir nicht richtig vorbereitet" - allein daran ablesbar, dass sich lediglich ein kleinerer Kreis im Gebäude aufhielt. Aber auch bei stärkerer Präsenz der Initiativgruppe wäre der "friedliche Charakter" beibehalten worden, hieß es unisono aus der Runde, "das hatten wir von Anbeginn verabredet."
Ein Tatbestand, den Laackman seinerseits herausstrich: "Weder sind irgendwelche Rangeleien oder Handgreiflichkeiten noch sonstige Aufgeregtheiten passiert. Das Prozedere wurde rein kommunikativ geregelt, über das gegenseitige Gespräch."
Meinungsaustausch
Uni-Pressesprecher Norbert Robers zeigte sich ebenfalls erleichtert, dass der Polizeieinsatz problemlos abgelaufen war. Er machte deutlich, dass "Frau Nelles die Besetzung bis Donnerstagmorgen geduldet" habe, danach allerdings sei das Vorgehen der Demonstranten rechtlich nicht mehr gedeckt gewesen. "Da sich die Rektorin anschließend auf Dienstreise in Maastricht befand, hat sie erst spät, nach ihrer Rückkehr, sämtliche weiteren Schritte veranlasst."
An Gesprächsbereitschaft über die inhaltlichen Forderungen der Bildungsstreiker, unterstrich Robers auf Nachfrage, habe es seitens des Führungsstabs nicht gemangelt - und verwies auf den intensiven Meinungsaustausch am vergangenen Mittwoch, als im Audimax alles anfing. Im Bemühen um bessere Ausbildungsbedingungen, erklärte Robers, teile man einige Anliegen - durchaus. "Für Vieles von dem, was die Studierenden umtreibt, ist die WWU allerdings der falsche Ansprechpartner."
Wolfgang Halberscheidt
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