Benutzeranmeldung
Besetzer aus dem F1 melden sich zu Wort: "Wir nehmen die Missstände im Bildungssystem nicht länger hin"

Polizei in der Uni - wie vor zwei Wochen im Audimax? Ein hochsensibles Thema - wohl auchdeswegen wird die F1-Besetzung mit Blick auf die allgemeine Lage an den Hochschulen derzeit toleriert. [Foto: Echo-Archiv]
"Der heiße Herbst hat begonnen": Überschrift einer Erklärung, mit der sich jene Schüler und Studierenden, die am Dienstagabend den F1 im Fürstenberghaus in Beschlag nahmen, zu Wort melden. Sie verweisen darauf, mit ihrem Vorgehen nicht alleine da zu stehen. So wurden in Deutschland bislang schon in 51 Städten Hörsäle besetzt.
"Daran wird klar", betonten die Demonstranten, "die Missstände im Bildungssystem nehmen wir nicht länger hin.“ Auch die polizeiliche Räumung des Audimax vor zwei Wochen könne sie nicht daran hindern, ihren Unmut zu artikulieren. Dass sich Prof. Dr. Ursula Nelles, die Rektorin, bislang weigere, die Forderungen der Protestierenden auf Rücknahme der Anzeigen gegen die Audimax-Aktivisten zu diskutieren, erinnere an ihre vorangegangene Ablehnung einer Aussprache über Studiengebühren.
Selbstbestimmtes Lernen
Am Mittwochabend wurden im F1 inhaltliche Ziele erarbeitet: Gefordert werden unter anderem selbstbestimmtes Lernen, Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen, so dass alle Beteiligten gleichgestellt werden. "Bildung darf nicht länger ökonomisiert werden."
Wichtig sei ein "freierer Zugang" zu Bildung und gesellschaftlichen
Ressourcen. Konkret werden beispielweise die Einführung einer "Schule für alle" und genügend Ausbildungs- und Studienplätze verlangt. Die Hochschule selber wird aufgefordert, die Anwesenheitskontrollen abzuschaffen und mehr Freiheiten in der Kurswahl zu ermöglichen.
Workshops
Darüber hinaus haben die Besetzer ein eigenes Programm organisiert - auch wenn sie dabei nach eigenen Worten mit organisatorischen Schwierigkeiten (z.B. Abstellen des Stroms) zu kämpfen haben. In verschiedenen Workshops werden aktuelle Probleme weiter erörtert. Jeden Tag um 19 Uhr sind Interessierte zum Plenum eingeladen. Anschließend findet ein Kulturangebot statt. Vorträge zu einem breiteren Themenspektrum sind geplant. "Jeder ist eingeladen, vorbei zu kommen und sich einzubringen", heißt es zum Abschluss der Pressemitteilung.
Die aktuellen Offerten finden sich unter www.unsereunis.de/münster/
[09.05.2010 | ECHO]Ulrike Meinhof, die RAF-Terroristin. Ihre erste Studentenwohnung befand sich in Münster, an der Steinfurter Straße. Hier war sie im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) aktiv, schrieb Aufrufe, veröffentlichte Artikel, gründete mit 20 Kommilitonen den Arbeitskreis für ein kernwaffenfreies Deutschland.
[04.05.2010 | ECHO]Während Münsters Politiker mit Blick auf die Landtagswahl am 9. Mai noch über das Für und Wider neuer bildungspolitischer Wege diskutieren, geht ein Teil der Betroffenen bereits auf die Straße: So haben mehr als 130 Lehrerinnen und Lehrer am Dienstag, 4. Mai, vor der Bezirksregierung für gerechte Gehälter protestiert.
[02.05.2010 | ECHO]Auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Rathaus-Innenhof sprachen neben der AStA-Vorsitzenden Clarissa Stahmann auf Studierenden-Seite auch Marietta Wildt und Jerome Drees.
[29.04.2010 | TA]Im Laufsportkalender Münsters hat der Leonardo-Campus-Run (LCR) der Uni seinen festen Platz – die zehnte Auflage des Volkslaufs bietet am 16. Juni (Mittwoch) allen Interessierten ein paar Neuerungen. Das Orgateam arbeitet also weiter an Verfeinerungen des beliebten Wettbewerbs, zu dem wieder um die 2000 Athleten erwartet werden.
[19.04.2010 | ECHO]Anlässlich des 250. Geburtstags Friedrich Schillers hat Meinard Zanger, Intendant am Wolfgang Borchert Theater (WBT), eines der spannendsten Stücke des deutschen "National"-Dichters in den Spielplan genommen: Nach zweieinhalb Monaten Pause wird am Dienstag, 20., und Mittwoch, 21. April, wieder Schillers Politkrimi „Maria Stuart“ auf die Bühne gebracht.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



