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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Trainer Milic genießt die Stille erstmals: Sechtem siegt beim UBC

Unter dem UBC-Korb

Sechtems Steffen Methner schwebt über den Dingen, die UBC-Spieler Sebastian Arndt (l.) und Patrick Ogiermann stoppen die Attacke nicht. [Fotos: Austermann]

[21.11.2009 | Münster | TA]

Der Gast hat das erste Wort. „Früher“, erinnerte sich SG Sechtems Trainer Dusko Milic an seine UBC-Zeiten, „habe ich diese Stille der letzten zwei Minuten in dieser Halle gehasst. Heute genieße ich sie.“ In der Basketball-Regionalliga brachte seine Truppe die Fans zum Schweigen. Sechtem steckte ein schwaches erstes Viertel problemlos weg und gewann beim Mitaufsteiger UBC Münster mit 96:84 (19:29, 23:17, 27:19, 27:19).

Die homogenere Mannschaft bot drei Werfer jenseits der 20-Punkte-Marke auf: Der von Grippe geschwächte Aufbauspielers Nathan Drury war diesmal nicht Tagesbester (24 Punkte), sondern rangierte auch in punkto Wirkung hinter seinem US-Landsmann Phil Sellers (26) und vor Sascha Walbröhl (21). An Abschlussqualität reichte ihnen von UBC-Seite alleine Hayden Heiber (Foto) das Wasser (23), der phasenweise brillierte, aber häufig auf sich alleine gestellt war.

"Keiner soll sich vertun"


Nach der dritten Niederlage nacheinander wollte Trainer Götz Rohdewald die Kirche im Dorf stehen lassen, wohin sie ja auch gehört. „Keiner soll sich vertun und meinen, wir wären in einer Krise. Das sind wir nicht, wie sind Aufsteiger und werden nicht jeden Gegner aus der Halle jagen können.“ Die Erwatungshaltung müsse man schon den realen Möglichkeiten anpassen.

Samstag sah er seine fulminant startende Mannschaft zu passiv und im Passspiel zu fehlerhaft, als die Bornheimer wach geworden waren. „Wir müssen an der Defense arbeiten und die vielen Ballverluste reduzieren. Wir haben den Gegner in den Lauf kommen und werfen lassen. Und das kann Sechtem gut.“ Auch aus der Nahdistanz.

Milic kann die Karten lesen

Milic aber musste die Truppe in die Spur bringen, denn die fand zunächst keine gegen den auftrumpfenden UBC, der angeführt vom beeindruckend vielseitigen Heiber im ersten Viertel glattweg davon zog. Über 16:5 und 22:11 zum 29:19. Sechtem schaute in der Abwehr nur zu. „Danach lagen die Karten auf dem Tisch“, gab sich Milic (Foto l.) als Zocker. „Wir wussten ja nicht, was uns hier erwartet.“

Im zweiten Viertel gab es ein kleines Dreier-Wettschießen mit Vorteilen für den Gastgeber, der aber Sechtem aufgeweckt oder gereizt hatte, je nach Sichtweise. Bei 46:42 ging es in die Pause und jeder ahnte, dass dieses Spiel zu dieser oder jener Seite kippen konnte.

Zwei Dreier von Gästemann Walbröhl besorgten der SG erstmals wieder die Führung. Obschon Sprünken und Cozzo wurftechnisch gegen hielten und Stephan Carduck wie Sprünken im Rebound alles gaben, eilte Sechtem davon. „Sie sind heiß gelaufen“, anerkannte Rohdewald die Anteile in dieser Phase. Die Rheinländer hatten auch mehr Power drauf als der UBC, der zwar nur mit vier Punkten Rückstand in die letzten zehn Nettominuten ging, aber nicht spüren ließ, an die Wende zu glauben.

Für die Galerie

Da fehlten womöglich die Frische, der Mut und der Glaube. Die Verantwortung trugen am Ende nur wenige. Und die sind schnell ausgelaugt. Bei Sechtem nahm Sellers die Sache in die Hand, der UBC seinerseits spielte sechs Angriffe nacheinander ohne Punkterfolg. Das war entscheidend in dieser Phase. Unterm Korb bekam der UBC kaum einen Stich.

Und den Gästen war danach, ein bisschen für die Galerie zu spielen. Missriet der erste Versuch noch, Matthias Brüggemann zum Alley Hoop zu verhelfen, gelang der zweite auf Pass von Drury zum 94:75 für Sechtem. Milic strahlte nicht nur deswegen: „Wir haben eine Supertruppe!“

Thomas Austermann

UBC: Heiber (23/4 Dreier). Cozzo (13/4), Sprünken (12/2), Carduck (11), Ogiermann (8), Schulze Pals (6/2), Arndt (5), Göknil (4), Arnst (2)

  • Göknil
    [06.07.2010 | TA]

    Nachdem der UBC Münster für die nächste Saison in der 1. Regionalliga zwei Centerspieler von Format verpflichtet hat, schaut sich der 21 Jahre alte Zwei-Meter-Mann Atilla Göknil (Foto l.) nach einer Spielchance bei anderen Basketballvereinen um. „Das ist legitim“, urteilt Münsters Coach Götz Rohdewald.

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  • Basketball
    [29.06.2010 | TA]

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  • Fährrolfes
    [18.06.2010 | TA]

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  • St. Carduck (l.)
    [16.06.2010 | TA]

    Der Mitte 2009 aus Freiburg nach Münster gezogene Student wurde auf dem Basketballfeld ein echter Zugewinn für den UBC Münster. Naheliegend, dass der Klub den 1,98 m langen Flügelmann Stephan Carduck halten wollte. Es fügt sich nun günstig, denn der 23-Jährige hat sich gleich bis 2012 binden lassen. Der dritte Mann ist „fix“ für den Erstregionalligisten.

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  • F. Cozzo
    [11.06.2010 | TA]

    „Fedde“ bleibt in Münster: Stammspieler Federico Cozzo (Foto) steht dem UBC Münster auch in der nächsten Saison der 1. Regionalliga zur Verfügung. Der routinierte Flügelmann des Basketballteams und außergewöhnlich gute Drei-Punkte-Werfer hat sich für sein Team und damit gegen andere Angebote entschieden.

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