Stattwurst für die Danebensitzer im Bildungsstreik

Eines vorweg - zur Klarstellung: Weder spektakulärer Krawall noch illegale Aktionen sind unser Ding. Darauf fahren wir überhaupt nicht ab. Wohl aber auf freie Meinungsäußerung – auf das Recht, gegen Missstände zu demonstrieren.
Daher genießt die Schar derer, die gegenwärtig ein besseres, vor allem sozial gerechteres Bildungssystem fordern, im Redaktionsteam auch Sympathie. Am vergangenen Dienstag waren es rund 2000, die innerhalb der Stadt mit ihren Transparenten und Parolen für Aufmerksamkeit sorgten. Keine schlechte Quote, aber richtig gut fiel sie nicht aus – angesichts der Vielzahl von Studierenden, die den Universitätsstandort Münster favorisieren.
Tiefgreifendere Reformen
Deshalb rief das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo) jetzt dazu auf, sich massiver zu engagieren. Nur bei eindrucksvoller Präsenz, heißt es in der Erklärung, könne man die „einmalige Chance“ nutzen, tiefgreifendere Reformen durchzusetzen. So bedürfe die Protestwelle erheblich größerer Resonanz, um weiter inhaltlich an Qualität zu gewinnen – Qualität, die den Politikern letztlich Zugeständnisse abverlangt. Siehe die jüngste Ankündigung von Fachministerin Annette Schavan, beim BAFöG draufzusatteln.
Recht haben sie, die uFaFos – mit ihrem Appell an Kommilitonen, die „nur daneben sitzen“, gleichgültig reagieren – und die Misere offenbar billigend in Kauf nehmen. Wer auf breiter Front etwas erreichen will, muss sich zusammenschließen, muss sich organisieren. Unterstützung ist dabei unabdingbar – vor allem dann, wenn ureigenste Belange auf dem Spiel stehen.
So gibt’s die Stattwurst am heutigen Sonntag für all jene, die sich von anderen die Kastanien aus dem Feuer holen lassen, selbst aber passiv bleiben. „Gemeinsam sind wir stark“ – der alte Spruch von damals, er gilt nämlich nach wie vor.
Wolfgang Halberscheidt
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- [08.05.2010 | ECHO]
Das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo) will dem Verdacht auf Unterschriftenfälschung bei der vergangenen Wahl des Studierendenparlaments nachgehen, so schreibt Sprecher Jörg Rostek in einer Pressemitteilung.
Gefordert wird, hierfür einen Untersuchungsausschuss einrichten zu lassen.
Montag zur Abstimmung stellen
[09.05.2010 | LUH]Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.
[04.05.2010 | ECHO]Während Münsters Politiker mit Blick auf die Landtagswahl am 9. Mai noch über das Für und Wider neuer bildungspolitischer Wege diskutieren, geht ein Teil der Betroffenen bereits auf die Straße: So haben mehr als 130 Lehrerinnen und Lehrer am Dienstag, 4. Mai, vor der Bezirksregierung für gerechte Gehälter protestiert.
[02.05.2010 | ECHO]Auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Rathaus-Innenhof sprachen neben der AStA-Vorsitzenden Clarissa Stahmann auf Studierenden-Seite auch Marietta Wildt und Jerome Drees.
[02.05.2010 | HDT]Sie ist beileibe keine Scharfmacherin. Auch niemand, der die Verwaltung ohne triftigen Grund kritisieren würde. Doch wenn schon Carola Möllemann-Appelhoff, die Liberale, in öffentlichen Diskussionen das „enttäuschende“, „wenig stilbildende“ Procedere moniert, dann muss etwas gewaltig schief gelaufen sein.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:







