Der erste Preis geht nach Münster: Radio-Macher des medienforums erhalten Auszeichnung

Klaus Blödow, Eva Mickholz und Heike Altenhövel (v.l.) freuen sich für die ambulante Hospizbewegung über die Auszeichnung bei der Preisverleihung in Köln. [Foto: Völkner]
Beim Bürgermedienpreis 2009 der Landesanstalt für Medien NRW hat die "Ambulante Hospizbewegung Münster" einen 1. Preis erhalten. Ausgezeichnet wurde ihr Beitrag "PatientInnen-Verfügung" in der Kategorie "Lokale publizistische Ergänzung".
Die Radio-Macher der Organisation produzieren seit zwei Jahren beim medienforum münster e. V. Sendungen für den Bürgerfunk. Mitarbeiter verschiedener Arbeitskreise berichten über ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Sie informieren über Abschiednehmen, Sterbebegleitung und Patientenverfügung.
Menschliche Wärme
"Über den eigenen oder den Tod eines nahe stehenden Menschen nachzudenken, und unter welchen Umständen dieser wohl eintreten könnte - das ist nun wahrlich keine leichte Radiokost. Umso bemerkenswerter, mit welcher Sensibilität und menschlichen Wärme es den Machern gelingt, die Hörer mitzunehmen und ebenso behutsam wie verständnisvoll an ein gerne verdrängtes Thema heranzuführen", heißt es in der Laudatio.
Mit den verschiedenen Darstellungsformen lasse die Sendung Familiengespräche transparent werden, sie sei informativ, aber niemals belehrend. Berühre zutiefst, kläre auf und eröffne zugleich den Raum für eigenes Nachdenken über Sterben, Selbstbestimmung und Würde.
Wichtige Themen
"Wir sind stolz auf den Preis und hoffen, weiterhin mit Unterstützung des medienforums diese wichtigen Themen im Bürgerfunk präsentieren zu können. Wir glauben, dass die besondere Kompetenz, die wir über unsere jahrelange Arbeit erworben haben, die Qualität unserer Sendungen prägt. Durch den Preis sehen wir uns darin bestätigt", kommentierte Heike Altenhövel, seit drei Jahren bei der Ambulanten Hospizbewegung aktiv, die Auszeichnung.
Bereits im vergangenen Jahr hatte eine medienforum-Gruppe den ersten Preis in der Kategorie "Lokaler Bezug" erhalten. Dass die Fachjury zum zweiten Mal in Folge eine medienforum-Gruppe mit dem ersten Preis ehre, zeige, dass Bürgerfunker auf anerkennenswertem Niveau produzieren würden - trotz erschwerter gesetzlicher Rahmenbedingungen. "Überdies wird deutlich, dass wir als Radiowerkstatt trotz finanzieller Einschnitte Produktionsbedingungen gewährleisten konnten, die herausragende Programmleistungen ermöglichen", betont Gabi Fortak, Geschäftsführerin des medienforums.
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