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„Gut aufgestellt“: Evangelischer Kirchenkreis Münster stellt Haushaltsplan 2010 vor
Sie blicken zuversichtlich auf das kommende Jahr (v.l.): Synodalältester Werner Berndt, Verwaltungsleiterin Marlies Fangmeier und Superintendent Prof. Dr. Dieter Beese [Foto: Kern]
„Wir kommen spürbar in ruhiges Fahrwasser“: Prof. Dr. Dieter Beese, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, zeigt sich nach der Tagung der Kreissynode am Dienstag, 24. November, sehr zuversichtlich. Der Haushalt für die kommenden drei Jahre sei „einmütig und zügig“ verabschiedet worden.
Die Haupteinnahmequelle sind nach wie vor die Kirchensteuern: Wie Beese erklärt, erwartet der Kirchenkreis für das Jahr 2010 rund 9,9 Millionen Euro aus diesem Bereich. Die sonstigen Bezüge setzen sich zusammen aus Rücklageentnahmen, Zinsen und Zuweisungen vom Staat, etwa für Dienstleistungen in Kitas oder Jugendeinrichtungen. Unterm Strich stehen damit rund 10 Millionen Euro für die Verteilung zur Verfügung. Der größte Teil davon, rund 6,6 Millionen Euro, werde an die 24 Kirchengemeinden in den Regionen Münster, Warendorf und Lüdinghausen weitergegeben. Der Rest geht zum einen an den Kirchenkreis selbst (rund 2 Millionen Euro) und an das Evangelische Jugend- und Bildungswerk (rund 570.000 Euro). Zum anderen werden rund 810.000 Euro an Rücklagen zur Seite gelegt. „Wir sind optimistisch, dass wir diese Finanzplanung bis 2012 durchhalten können“, betont Beese.
Prognose bis 2030
Ganz anders hingegen sieht der Kreisvorsteher die langfristige Prognose bis 2030: „Hier erwarten wir kein harmloses ,Weiter so‘ “. Die Zahl der Gemeindeglieder, derzeit 104.000, soll um ein Drittel zurückgehen, auch das Haushaltsvolumen wird vermutlich um rund 19 Prozent sinken. Auswirken wird sich diese Entwicklung vor allem auf den Pfarrdienst: Der soll außerhalb der Pfarrstellen im Gemeinde- und kreiskirchlichen Dienst schrittweise abgebaut werden. „Aus pragmatischen Gesichtspunkten werden sich einzelne Gemeinden vereinigen“, kündigt Beese an.
Konficamps erfolgreich
Neben dem Zahlenwerk sprachen die Gemeindebeauftragten intensiv über die inhaltliche Arbeit: „Es war eine schöne Erfahrung, dass die lebendigen Berichte von unser Partnerschaft mit den Philippinen sowie den Konficamps im Münsterland so viel Aufmerksamkeit bekommen haben“, sagt Beese. In den Konfirmanden-Camps, die mittlerweile zum Standardprogramm gehörten, werden die jungen Christen mit kreativen pädagogischen Konzepten auf ihre Aufnahme in die Gemeinde vorbereitet.
Einem Großereignis, das 2017 ansteht, blicken die Kirchenkreisvertreter jetzt schon entgegen: Das 500-jährige Jubiläum der Reformation. „Schon den Weg dorthin wollen wir nutzen, um das Wir-Gefühl in unserem ganzen Kirchenkreis zu intensivieren und die Außenwirkung zu vergrößern“, erklärt Beese.
Caroline Kern
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