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Aus im Viertelfinale: Dresden beim 1:3 zu stark für den USC

Münsters Gwen Horemans (l.) und die Dresdnerin Saskia Hippe im Duell am Netz. [Foto: Austermann]
Endstation Viertelfinale: Volleyball-Bundesligist USC Münster ist am Sonntagnachmittag aus dem DVV-Pokal ausgeschieden. In der Runde der letzten acht Teams unterlagen die Unabhängigen dem favorisierten Dresdner SC mit 1:3 (25:21, 15:25, 28:30, 16:25).
Vor 1282 Zuschauern im münsterischen Volleydrom zeigte sich das Ensemble von Trainer Axel Büring mit den in dieser Saison in Meisterschaft, DVV-Pokal und Europapokal lediglich einmal bezwungenen Sachsen zumindest in zweien der vier Sätze ebenbürtig. Die individuelle Klasse des DSC gab allerdings den Ausschlag zu Gunsten der Gäste.
Büring: "Tut weh!"
„Dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, tut weh“, gestand Büring nach 104 Netto-Spielminuten. „Man hat aber gesehen, dass die Mädels alles auf diese Partie gesetzt haben. Im dritten Satz war es richtig knapp, wer weiß, was passiert wäre, hätten wir den gewonnen. Aber Dresden hat die Sätze zwei und vier auch sehr deutlich dominiert“, fasste Büring das Match aus seiner Sicht zusammen.
Etwas überraschend konnte der 42-Jährige mit Stamm-Zuspielerin Michaela Jelinkova in der Startformation beginnen. Die tschechische Internationale hatte seit dem Pokal-Achtelfinale an einer Achillesfersen-Verletzung laboriert und war erst am Donnerstagabend wieder ins Training zurückgekehrt. Für sie nahm Kathi Holzgreve dann wieder auf der Bank Platz.
Auftakt nach Maß
Es ging sehr vielversprechend los für die Gastgeberinnen am überraschend schwach besuchten Berg Fidel. Voll konzentriert, dynamisch und mit starkem Aufschlagspiel hatte die Büring-Sechs sofort die Initiative übernommen und zwang Alexander Waibls Dresdnerinnen zum reagieren. Zudem brauchte die DSC-Annahme um National-Libera Kerstin Tzscherlich eine ganze Weile, um ihre durch das USC-Servicespiel verursachten Wackler in den Griff zu bekommen.
Münster hingegen spielte einen der besten Sätze der laufenden Saison, mit schönen Spielzügen, die von den Angreiferinnen Barbara Degi, Ines Bathen und mit Abstrichen auch Maren Brinker, die am Sonntag sicher nicht ihren besten Tag erwischt hatte, konsequent zu Ende gespielt wurden. Über 8:5 und 16:10 setzten sich die Westfälinnen entscheidend ab. Die starke Blockerin Gwen Horemans, die zuvor schon zwei Asse serviert hatte, verwertete mit einem Block gleich den ersten Satzball zur 1:0-Führung.
Faden verloren
Unverändert stark begannen die Unabhängigen dann auch den zweiten Durchgang, doch nach dem 6:2 verloren Bürings Spielerinnen völlig den Faden. Dresden, nun mit Karg für Thieme und Müller für Gerisch auf dem Feld, zeigte sich nun in der Annahme stabilisiert. Dazu kamen am Netz Nationalspielerin Saskia Hippe, und vor allem in der Mitte die starke US-Amerikanerin Tesha Harry immer wieder erfolgreich durch. Mit acht Ballpunkten in Folge bei Aufschlag Harry, die der USC trotz dreier Auszeiten nicht verhindern konnte, zogen die Sachsen ihrem Kontrahenten den Zahn und brachten den Set souverän nach Hause.
Dresdens Zuspielerin Maren Apitz (M.) feuert ihre Mitspielerinnen an. Foto: Hackmann
Enger dritter Set
Die zehn Ballpunkte Unterschied nahm der USC aber nicht als Hypothek mit in Abschnitt drei. Die Unabhängigen waren wieder voll auf der Höhe in einem niveauvollen Satz, in dem es Punkt um Punkt bis weit in die Verlängerung ging. Drei Satzbälle konnten die Münsteranerinnen nicht auf Dresdner Boden bekommen, dann war es ein Annahmefehler nach einem Service von Kapitänin Stefanie Karg, das dem DSC die glückliche Satzführung bescherte.
Doch wie gut es derzeit ums Selbstvertrauen der Unabhängigen bestellt ist, zeigte die erste Hälfte des vierten Durchgangs. Engagiert bot Münster dem Favoriten auch jetzt wieder Paroli, ging mit 8:4 in die erste Technische Auszeit, doch dann wurden die Elbflorenzer wieder stärker und hatten den USC bei 10:10 eingeholt. Als die Gastgeber dann später nochmal auf 16:18 herangekommen waren, keimte unter den Zuschauern und auf dem Feld noch einmal ein zartes Hoffnungspflänzchen auf, das letztlich aber Grit Müller mit ihrer Aufschlagserie gnadenlos ausrupfte. Dem USC gelang kein Punkt mehr, Dresden durfte sich über das Erreichen des Halbfinals am 30. Dezember freuen.
Waibl: "Stabil, wenn es eng wurde"
„Wir wussten, dass es in Münster schwer werden würde“, so DSC-Coach Alex Waibl nach dem Pokalfight, der weiter analysierte: „Wir sind mit schlechter Annahme gestartet. Aber im Laufe des Spiels waren wir dann stabil, vor allem in den Phasen, in denen es richtig eng wurde.“ Der Ex-Stuttgarter zählt den USC im Übrigen „zu den aufschlagstärksten Teams der Liga. Das war ja immer schon ein Thema von Axel Büring.“

DSC-Coach Waibl: "Wussten, dass es schwer wird." Foto: Hackmann
Ein Element, das der USC-Coach selbst auch nach dem Spiel lobte. „Wir haben sehr viel Aufschlag-Wirkung erzielt, haben da sehr gut gearbeitet. Dresden hat clever gespielt und uns mit individueller Klasse besiegt. Jetzt sind im Halbfinale die vier konstantesten Teams der Liga unter sich.“
Für den USC ist der Pokal nun abgehakt, am 19. Dezember geht es für Büring und seine Sechs beim Aufsteiger SC Potsdam wieder um Bundesliga-Punkte.
Lutz Hackmann
Halbfinals am 30. Dezember
Schweriner SC – Dresdner SC
Rote Raben Vilsbiburg – VfB Suhl
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Bedenkzeit
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