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Neue Initiative zur Stärkung des Gesundheitsstandorts Münsterland

Sascha Akmann, Geschäftsstellenleiter Netzwerk Gesundheitswirtschaft, MdB Maria Klein-Schmeink und Netzwerk-Vorsitzender Thomas Robbers (r.) tauschten sich zu gesundheitspolitischen Fragen aus. [Foto: PD]
Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Maria Klein-Schmeink, setzt sich für mehr Rücksicht auf die Familie im Arbeitsgefüge der Krankenhäuser ein. „Familienfreundliche Teilzeitmodelle sollten im Klinikalltag eine höhere Bedeutung bekommen“, betonte sie beim Auftakt der „Gesundheitspolitischen Münsterlandgespräche“ in der Technologieförderung Münster.
„Eine enge Bindung und hohe Motivation bestens qualifizierter Mitarbeiter kann nur gelingen, wenn die Familienplanung integriert werden kann“, so Klein-Schmeink.
Zur weiteren Stärkung des Gesundheitsstandorts Münster-Münsterland hat das Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland jetzt die Gesprächsreihe ins Leben gerufen: „Regional- und bundespolitisch gibt es neue Gesichter. Wichtige gesundheitspolitische Pläne für 2010 möchten wir aus erster Hand erfahren“, erläutert Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH und der Technologieförderung Münster GmbH, die Beweggründe der Initiative. „Deshalb laden wir im Namen des Netzwerks die nächsten Monate parteiübergreifend Experten aus der und für die Region ein“, so Robbers als Vorstandsvorsitzender des Netzwerks.
"Interdisziplinäre Lösungen bei der Prävention"
Im Auftaktgespräch sprach sich Klein-Schmeink zudem dafür aus, im Bereich der Präventionsmedizin nach interdisziplinären Lösungen zu suchen. „Da es noch immer kein Präventionsgesetz gibt, begrüße ich regionale Initiativen, die nicht reden, sondern handeln“, bekräftigte die Bundestagsabgeordnete, die seit November Mitglied im Gesundheitsausschuss der Bundestagsfraktion ist und zudem Sprecherin für Prävention und Patientenrechte. „Das noch immer unterbewertete Thema Prävention muss systematisch angegangen werden.“ Damit zielt Klein-Schmeink auf den 1. NRW-Präventionsgipfel ab, der 2010 unter dem Dach des Expertenforums Gesundheitswirtschaft Münsterland stattfinden wird.
Im Münsterland arbeiten etwa 92.000 Beschäftigte in rund 3.500 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, davon 32 Prozent im stationären und 26 Prozent im ambulanten Bereich. Zwischen 1999 und 2006 ist die Zahl der Beschäftigten mit über neun Prozent deutlich mehr gewachsen als der Landeswert.
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