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Ab 1. Januar unerwünscht: Umweltzone schließt Luftverpester aus dem Stadtkern aus

Wo bitte geht's zur Umweltzone? 130 Schilder in der Stadt machen Autofahrer darauf aufmerksam, dass Luftverpester ab dem 1. Januar im Stadtkern unerwünscht sind. [Foto: Halberscheidt]
Auch wenn sie mit ihren Fahrverboten vor allem im Handwerk und bei (Bus-)Unternehmen für dicke Luft sorgten – zum 1. Januar 2010 wird Münsters Altstadt zur Umweltzone. Die etwa 130 Schilder sind seit Wochen aufgestellt.
Luftverpestern auf vier Rädern wird damit Einhalt geboten und Autofahrer, ob gewerblich oder privat, müssen sich darauf einstellen, dass sie mit roter oder ohne Plakette nicht mehr durch die Innenstadt kurven dürfen.
Wer indes eine grüne oder gelbe Umweltplakette hinter der Windschutzscheibe kleben hat, der hat freie Zufahrt zum Stadtkern. Allerdings: Es gilt, vor allem für die Handwerksbetriebe, eine Übergangsfrist von einem Jahr und Ausnahmegenehmigungen sind möglich. Weitere Infos online im Netz der Stadt Münster.
Schonfrist bis März
Die Zone, in der die Qualität der Luft zum Wohle von Klima und Gesundheit verbessert werden soll, wird im Norden von der Münzstraße, im Osten von der Eisenbahnstraße, im Süden von der Moltkestraße und im Westen vom Hindenburgplatz begrenzt. Die Plaketten gibt es bei der Zulassungsbehörde, bei den zur Abgasuntersuchung zugelassenen Stellen und in Werkstätten.
Polizei und Stadt haben sich im Vorfeld auf eine Schonfrist bis März geeinigt. Wer ohne oder mit roter Feinstaubplakette erwischt wird, der hat erst einmal nichts zu fürchten, denn die Ordnungsbehörden setzten auf Aufklärung und Einsicht. Ein Info-Blatt gibt es gratis dazu.
40 Euro und ein Punkt
Ab März aber wird kontrolliert und im Fall des Falles könnte es teuer werden. Wer gegen die Vorschrift verstößt, bekommt ein Bußgeld von 40 Euro aufgebrummt, plus ein Punkt in Flensburg. Das alles für den Klimaschutz. Nach zwei Jahren soll ein Gutachten klären, ob sich die Einrichtung der Umweltzone bewährt hat und die Luft verbessert wurde.
Dass das so sein wird, daran haben unter anderem der ADAC, die IHK und viele berufsständische Vertretungen ihre Zweifel angemeldet.
Bruni Frobusch
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