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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Bude entzaubert: Das hässliche Ende in Berg Fidel

Lichtshow in Berg Fidel

Ganz im Gegensatz zu den Versuchen, noch mehr Atmosphäre in die Halle zu zaubern, entwickelte sich die Stimmung am Finaltag der Junioren. [Fotos: Austermann]

[06.01.2010 | Münster | TA]

Die Stadtmeisterschaften im Hallenfußball sind Geschichte. Was den Finaltag der Junioren angeht, wurde dem Traditionsevent kein schönes Kapitel hinzu gefügt. Das stille Kopfschütteln in der Nacht zu Mittwoch hatte nichts mit den sportlichen Entscheidungen zu tun – sondern galt denjenigen Zusehern, die sich gründlich daneben benommen haben.

Turniermacher Helmut Ossenbeck zog diesmal nur ungern Bilanz mit seinen Mitstreitern. Gegenüber echo-muenster sagte er am Mittwoch: „Ich habe zum ersten Mal in der Geschichte der Titelkämpfe am Ende des Turniers keine Freude mehr gehabt.“ Der Mann der ersten Stunde ist frustriert.

„Chaoten gewinnen an Einfluss“

Was bei den Seniorentitelkämpfen am Finaltag vor vollen Rängen problemlos und stimmungsvoll klappte, missriet bei den Nachwuchsendspielen vor am Ende wohl nur noch 1000 Zusehern vollends. Es wurde geschimpft, gepöbelt, getrunken, beleidigt und Gefahr herauf beschworen, denn Bierbecher, Bananenschalen und Programmhefte landeten auf dem Spielfeld. Später nach dem letzten Abpfiff wurde auch Bierflaschen auf den Hallenboden gekickt.

Lesen Sie zum Thema im Redakteurs-Blog: Niveau auf Rekordtief

„Die Chaoten gewinnen an Einfluss, das muss ich leider feststellen“, bekamen Ossenbeck und Kollegen fortgesetzt „bisher nicht gekannte Niveaulosigkeiten“ zu hören und zu spüren. Ehrenamtliche, die sich in den Dienst des Sports und der Sportler stellen, fragen sich ernsthaft, warum sie sich das alles antun. „So schlimm wie am Dienstag über zwei Stunden lang war es noch nie zuvor, ein derartiges Ausrasten habe ich nicht für möglich gehalten.“ Das tatenlose Zusehen anderer Zuschauer auch nicht. „Es greift keiner ein, dabei sitzen die Eltern oder Trainer zum Teil direkt neben denen, die sich darin gefallen, Stunk zu machen.“



Tabubruch unter Druck

Dass Ossenbeck (Foto) - wie berichtet – für einen Augenblick seinem bewährten Stil untreu wurde und sich einen Tabubruch leistete, in dem er einen Eigentorschützen übers Mikro beim Namen nannte, „war ein Fehler von mir, für den ich mich bei dem Spieler entschuldigen werde. Das war unangemessen und nicht korrekt.“ Es passierte unter dem Eindruck der massiven Einflüsse, denen er sich ausgesetzt sah. Und denen er im Bemühen, das Turnier in geregelten Bahnen zu Ende zu führen, widerstehen musste.

Will sich Münsters Sportszene einen Event, der seinesgleichen sucht, nicht selbst beschädigen oder gar zerstören, muss sie sich an die eigene Nase fassen. 15882 Zuschauer kamen an den insgesamt neun Turniertagen nach Berg Fidel, ein nächster Beleg für die Popularität dieses Zwischenspiels, das stets auf einem hohen organisatorischen Niveau stattfinden kann.

Vom Hausrecht Gebrauch machen


„Wir müssen überlegen, was wir tun können“, will Ossenbeck die nächste Veranstaltung nicht wieder aus dem Ruder laufen sehen. Verstärkte Einlass- und Alkoholkontrollen sind denkbar, der Aufmarsch von mehr Sicherheitskräften sicherlich auch.

„Wenn es ganz dicke kommt, dann werden wir auch von unserem Hausrecht Gebrauch machen“, kann der 1. FC Gievenbeck auch Platzverweise für Zuschauer aussprechen.

Thomas Austermann

  • Weßels
    [05.07.2010 | LUH]

    Gerade mal 25 Tage ist es her, dass Maik Weßels und seine Mannen ihr letztes Saisonspiel bestritten. In Herbern, dieses denkwürdige 3:2 gegen den TuS Eving-Lindenhorst, das dem 1. FC Gievenbeck den Aufstieg in die Westfalenliga bescherte. Daran erinnert sich Weßels auch gerne zurück.

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  • Tantow
    [04.07.2010 | TA]

    RW Essen, aus der Regionalliga verbannter Traditionsverein, hat am Sonntag mit einem Fußballerkader das Training aufgenommen. Der noch nicht für die NRW-Liga zugelassenen Mannschaft gehört überraschend der Münsteraner Stephan Tantow (Foto l.) nicht an. Der beim Westfalenliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck ausgeschiedene 20-Jährige ist bitter enttäuscht.

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  • A. Schwan
    [29.06.2010 | TA]

    Diese D-Junioren trotzen dem Stress. Die zurzeit in der Westfalenmeisterschaft geforderten Fußballer der U 13 des SC Preußen haben am Dienstag den Kreispokal gewonnen. Die Auswahl von Trainer Andreas Schwan (Foto/Quelle: SCP) setzte sich beim Bezirksliga-Konkurrenten 1. FC Gievenbeck im Neunmeterschießen durch.

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  • Stadion Leverkusen
    [29.06.2010 | TA]

    Vereine und Fans erhöhen den Druck auf den DFB. Der Dachverband möge, so ist der Tenor, die Fußball-Regionalliga so reformieren, dass diese Spielklasse den Möglichkeiten und Ambitionen der so genannten Traditionsvereine gerechter wird als bisher.

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  • Tantow
    [28.06.2010 | TA]

    Nach dem Aufstieg ging es gleich in die Warteschleife. Dort verharrt Stephan Tantow, Rückhalt des Relegations-Königs 1. FC Gievenbeck, noch immer. Der 20 Jahre junge Keeper aber hat allen Grund, zuversichtlich zu sein. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er in Kürze den Wettbewerb um RW Essens neue Nummer eins aufnehmen kann.

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: