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Nächste Runde beim "Schneetheater": Feuerwehr und Ordnungsamt warnen vor gefährlichen Eiszapfen

Einsatz gegen winterliche Gefahren: Am Montag entfernte die Feuerwehr eine Eisplatte vom Dach des Stadthaus 1. [Fotos: Frobusch]
Der Winter lässt nicht locker: Mit klirrender Kälte, glatten Straßen und buchstäblichen Stolpersteinen auf den Gehwegen hat er schon für viel Wirbel gesorgt. Jetzt folgen weitere Probleme: Spitze Eiszapfen an den Hausdächern können beim Abbrechen plötzlich zur Gefahr werden. Und auch herunter stürzende Schneewehen können manch einen Fußgänger „kalt erwischen“.
So wurde am Montag, 11. Januar, die Feuerwehr in Münsters Innenstadt auf den Plan gerufen: In der Heinrich-Brüning-Straße sperrten die Einsatzkräfte den Bereich um das Stadthaus 1 ab. Mit Hilfe einer Drehleiter stieg einer der Männer auf das Dach des Verwaltungsbaus, um es von einer Eisplatte zu befreien. „Bei einem öffentlichem Gebäude ist die Stadt für einen gefahrenfreien Zustand verantwortlich. In einem Fall wie diesem wird daher die Feuerwehr gerufen“, erklärt dessen stellvertretender Leiter Fritz Burrichter. „Sind hingegen private Häuser stark von Eis und Schnee bedeckt, so muss der Besitzer selbst dafür sorgen, dass beides entfernt wird. Grundsätzlich gilt dies überall dort, wo öffentliche Verkehrswege an das Gebäude grenzen.“
Eigentümer in der Verantwortung
Horst Werner Koch, stellvertretender Leiter der Ordnungsamtes, bestätigt die Aussage: „Wo Eiszapfen an den Hauskanten hängen oder Schneedecken vom Dach zu rutschen drohen, da steht der Eigentümer in der Verantwortung gegenüber den Fußgängern und Radfahrern, die sich auf den Wegen vor seinem Grundstück bewegen.“ Das bedeutet: Wenn die Höhe des Gebäudes es zulässt, kann der Eigentümer selbst aktiv werden. Ist dies nicht möglich, sollte er einen Dachdecker mit der Arbeit beauftragen.
Gefahrenlage richtig einschätzen
„Wenn ein Anwohner seiner Pflicht nicht nachkommt, werden wir ihn noch einmal darum bitten. Sollte er dann immer noch nicht handeln, schicken wir ein entsprechendes Unternehmen, inklusive Rechnung“, erklärt Koch das Prozedere. Das Schwierige dabei sei, die Gefahrenlage richtig einzuschätzen: „Erst in der vergangenen Woche hatten wir zwei Einsätze, bei denen Eiszapfen entfernt werden mussten: Diese Spitzen hatten einen Durchmesser von 15 Zentimetern und waren rund 60 Zentimeter lang“, berichtet der Amtschef und fügt hinzu: „Auch kleinere Zapfen können zur Gefahr werden. Im Zweifelsfall ist es besser, das Dach davon zu befreien.“
Caroline Kern
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