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Preußen in der Penne: Zum Projektstart eine Partnerschaft mit der Hildegardisschule

Schulbesuch: David Fall, Tobias Stock und Rino Capretti (v. l.) im Unterricht der Hildegardisschule. Am Montag stand das Thema Ernährung auf dem Plan. [Fotos: Austermann]
Die Preußen gehen wieder zur Penne. Am Montag wurde im Beisein von OB Markus Lewe die erste Partnerschaft mit einer Schule besiegelt. Die Fußballer um Klubchef Marco de Angelis hatten in der eh schon dem SCP zugetanen Hildegardisschule ein Heimspiel. Auch in und mit anderen Lernanstalten setzt der Traditionsklub künftig sein Projekt „Klasse Gemeinschaft – die Preußen in der Schule“ um.
Die Idee schlummert schon seit zwei Jahren in Carsten Gockels Kopf, jetzt konkretisiert der Teammanager für den Verein das Vorhaben, abseits des Spielbetriebs „unserer Bedeutung gerecht zu werden“, wie de Angelis in der Aula des Berufskollegs des Bistums umschrieb.
Im Wissen darum, „dass der SC Preußen seit mehr als hundert Jahren ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft ist.“ OB Lewe stimmte vor Schülerinnen
und Schülern gerne zu: „Preußen Münster heißt Geschichte und, gerade aus Ihrer Sicht, auch Zukunft.“
Preußenwand im Treppenhaus
Aus dem Lehrerkollegium und der 840-köpfigen Schar der 16 bis 20 Jahre alten Schülerinnen und Schüler weisen sich etliche als Anhänger der Adlerträger aus – eine Preußenwand im Treppenhaus dokumentiert das anschaulich. Kein Zufall also, dass hier der Startschuss fiel und die erste Unterrichtsstunde zum Thema Ernährung im Beisein von Co-Trainer Tobias Stock, Kapitän Rino Capretti und David Fall durchgeführt wurde.
Projektumsetzer Christoph Nientiedt, Marketingleiter des SCP, will mehr als „nur Freikarten verteilen.“ Dem widerspricht die Einladung zum nächsten Heimspiel nicht, die de Angelis aussprach. Der Erstkontakt soll her, aus ihm muss „eine Beständigkeit wachsen“ (Nientiedt). Die Preußen bieten allen Grundschulen und allen weiterführenden Häusern an, „themenbezogen zu profitieren“ von dem, was den wichtigsten Sportverein der Stadt ausmacht.
Explizit unter Gockel hat sich der Klub da längst positioniert und soziale Themen über seinen Weg und mit seinen Möglichkeiten aufgegriffen, man denke nur an die vielen Projekte unter dem „Vielfalt“-Begriff. „Wir wollen auch um junge Erwachsene werben“, macht de Angelis keinen Hehl aus der Eigenmotivation. „Die Beschäftigung mit dem SC Preußen als dem Traditionsverein der Stadt ist allemal besser als ein Ausflug nach Gelsenkirchen oder Dortmund.“

Eine Partnerschaft wird besiegelt von Marco de Angelis und Schulleiter Karl Köster im Beisein von OB Markus Lewe (v. l.).
„Beständigkeit ist wichtig“
Schulseelsorger Norbert Nientiedt, der zusammen mit Schulleiter Karl Köster und Lehrer Rafael Fernandes die Partnerschaft voran treiben wird, weiß aus Erfahrung, „dass den jungen Menschen Beständigkeit wichtig ist – ein Verein wie Preußen Münster steht dafür ein.“ Wenn der jetzt in den Unterricht kommt, „dann macht das die Stunden lebhafter und die Stoffvermittlung konkreter.“ Die Hildegardisschule ist bereits bekennende „Schule ohne Rassismus“ und wählte sich als Partner in der Sache den SC Preußen aus.
Ob es nun Unterrichtsbesuche sind, Begleitung und Unterstützung bei Projektwochen oder Diskussionsrunden zu aktuellen Themen – überall dort, wo jetzt Interesse signalisiert wird, wollen die Fußballer in Schulen präsent sein. Eine wahrlich anspruchsvolle Aufgabe, deren Sinn und Zweck sich in Partnerschaften ausdrücken kann und in der gewünschten Nachhaltigkeit derselben darstellen wird.
Thomas Austermann
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