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Beim VC Wiesbaden: USC vor hoher Hürde

Fällt mit einer Bachmuskelzerrung für das Wiesbaden-Spiel wohl aus: USC-Kapitänin Lea Hildebrand. [Foto: Hackmann]
Es ist der Abschluss der Hinrunde in der Volleyball-Bundesliga, und noch dazu einer, bei dem die Trauben für den USC Münster ganz schön hoch hängen: Am Samstagabend (19 Uhr) muss die Sechs von Trainer Axel Büring beim Tabellen-Zweiten und Schwerin-Jäger 1. VC Wiesbaden antreten.
„Natürlich ist das eine sehr schwierige Aufgabe“, ist sich Büring bewusst, wobei der 42-Jährige auch relativiert: „Man muss im Prinzip auch fragen: Was ist die Aufgabe? Da lautet die Antwort: Wir wollen uns weiter entwickeln. Aber was das Ergebnis angeht, sind wir jetzt innerhalb von wenigen Tagen zwei Mal krasser Außenseiter.“
Erst VCW, dann wartet Vilsbiburg
Denn Büring sieht in gewisser Beziehung die Wiesbaden-Partie und am Mittwoch drauf das Gastspiel beim Tabellendritten Rote Raben Vilsbiburg als ein Doppelpack. „Beide Spiele führen uns gegen Top-Mannschaften der Liga, beide sind auswärts in vollen Hallen und mit einem euphorischen Heimpublikum. Die Voraussetzungen sind ähnlich“, sagt Büring. Andererseits werden die Vorbereitungen zu beiden Matches natürlich dem jeweiligen Gegner angepasst.
Wackelkandidaten
Wobei sich in Wiesbaden die USC-Mannschaft womöglich praktisch von selbst aufstellt. Das Wackelkandidaten-Quartett besteht aus den Zuspielerinnen Michaela Jelinkova und Kathi Holzgreve, Kapitänin Lea Hidebrand, und Diagonalangreiferin Barbara Degi. Bei Jelinkova und Hildebrand sieht´s für morgen eher finster aus: Die Tschechin plagt sich mit einer fiebrigen Virusinfektion herum, Hildebrand laboriert an einer Bauchmuskelzerrung und soll geschont werden, um eine Folgeverletzung zu vermeiden. „Bei Barbi und Kathi denke ich dagegen, dass sie spielen können“, hofft Büring, der zudem auf die Youngsters Kim Behrens und Sina Fuchs verzichten muss, die mit der USC-A-Jugend am Wochenende in Remscheid die Quali zu den Westdeutschen Meisterschaften spielen. Dafür fährt Teresa Mersmann mit dem Bundesliga-Team nach Hessen.
"Enorm verstärkt"
Den Gegner Wiesbaden schätzt Büring im Übrigen ausgesprochen hoch ein. „Die haben sich enorm verstärkt und dann auch sehr gut zusammengefunden“, honoriert Büring. „Zudem sind sie mit Ausnahme der Libera auf jeder Position doppelt gut besetzt.“ Vor allem das schnelle Spiel mit den Mittelblockerinnen Anke Borowikow und Magda Kralikova ist eine VCW-Waffe. Wiesbadens Trainerin Xiaojun Yang kennt Büring übrigens noch als Spielerin aus Feuerbach. „Sie war eine der ersten Asiatinnen in der Bundesliga, die hier zurechtgekommen sind. Es ist unglaublich, wie hart Xiaojun gegen sich selbst ist. Eine beeindruckende Persönlichkeit“, weiß Büring.
Eine hohe Hürde, die der USC also am Samstagabend zu nehmen hat. Wie hoch sie wirklich ist, das haben die Unabhängigen allerdings auch zu einem großen Teil selbst in der Hand.
Lutz Hackmann
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Bedenkzeit
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