Besser lernen bei frischer Luft: Gesundheitsamt verleiht Kohlendioxid-Messgeräte an Schulklassen

Messgerät, Laptop und Drucker verleihen Kirsten Schenck-deBoer, Dr. Rainer Neumann und Dorothee Schumacher-Boysen (v.l.) an Schulen, die die Luft in ihren Räumen prüfen wollen. [Foto: Stadt Münster]
Dicke Luft in der Schule? In Münster hilft das hiesige Gesundheitsamt den Klassen, mit Hilfe von Kohlendioxid-Messgeräten die richtige Balance zwischen guter Raumluft und einem angemessenen Verbrauch Wärmeenergie zu finden.
Hohe Kohlendioxid-Werte in Räumen weisen darauf hin, dass die Luft verbraucht ist und sich ein Cocktail aus vielen Stoffen angesammelt hat. Die Folgen schlechter Lüftung sind Kopfschmerzen, Konzentrations- und Lernprobleme. Deshalb sollte ab einer bestimmten Kohlendioxid-Konzentration mit kurzem, kräftigem "Stoßlüften" für frische Luft im Klassenzimmer gesorgt werden.
„Schlechte Luft macht müde"
"Schlechte Luft" in Räumen hat viele Bestandteile. Neben Kohlendioxid und Wasserdampf aus der Atemluft enthält sie Körperausdünstungen sowie flüchtige Stoffe aus Kosmetika, aus der Kleidung, aus Büromaterialien und im ungünstigsten Fall auch aus Materialien, die im Raum verbaut worden sind. Klar ist aber: „Schlechte Luft macht müde – keine gute Voraussetzung für den Unterricht“, sagt Dr. Rainer Neumann von der Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene des Gesundheitsamtes. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Dorothee Schumacher-Boysen und Kirsten Schenck-deBoer hilft er Schulen, in Unterrichtsräumen gesunde und ökologisch einwandfreie Bedingungen zu schaffen.
Leitgröße Kohlendioxid
„Natürlich weiß jeder, dass Räume gut gelüftet sein müssen, damit man sich wohlfühlt. Trotzdem bleiben Fenster oft sehr lange geschlossen – schließlich will niemand Wärmeenergie verschleudern und das Erdklima zusätzlich belasten“, sagt der Fachmann. Wie gut oder schlecht die Luft in Räumen mit vielen Menschen ist, wird anhand der Leitgröße Kohlendioxid festgestellt. Der Stoff kann relativ einfach gemessen werden, seine Konzentration dient zugleich als Hinweis auf weitere Bestandteile im Raumluft-Cocktail.
Messgerät ausleihen
„Die Kohlendioxid-Konzentration sollte 0,1 Volumen-Prozent nicht überschreiten“, gibt das Gesundheitsamt als Faustregel für Innenräume aus. Das Umweltbundesamt hat als Richtwert, der in Klassenräumen nicht überschritten werden soll, 0,15 Volumen-Prozent festgelegt. Schulen, die mehr über die Kohlendioxid-Konzentration in ihren Räumen erfahren wollen, können im Gesundheitsamt ein Messgerät ausleihen: Anfragen werden per Telefon unter 0251-4925334 oder unter der E-Mail-Adresse neumannr@stadt-muenster.de entgegengenommen.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- Druckversion
- 197 Aufrufe
News von: OPEN:ECHO
[10.03.2010 | TA]Die Realisierung des Sporthallenanbaus an der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium kann endlich in Angriff genommen werden. Das Projekt kostet 30.000 Euro weniger als zuvor veranschlagt – aber von den 1.093.810 Millionen Euro muss die Stadt Münster deutlich mehr tragen.
- [09.03.2010 | ECHO]
Das Gesundheitsamt der Stadt hat für die Schulen ein Faltblatt mit Tipps zum Lüften im Klassenzimmer zusammengestellt. Denn dicke Luft im Unterrichtsraum macht müde, sie kann Ursache für Kopfschmerzen, Konzentrations- und Lernprobleme sein.
[08.03.2010 | ECHO]Eine prall gefüllte Schatzkiste voller Spiele, Anregungen und Informationen zu Themen wie Ernährung erhält jede der fünf Kindertagesstätten, die in Kinderhaus am Programm Soziale Stadt teilnehmen. Die "Medienkisten" haben Christine Menke und Dr. Dagmar Schwarte vom Gesundheitsamt zusammengestellt.
[02.03.2010 | ECHO]Oft reicht schon ein falsches Wort, und aus einer Meinungsverschiedenheit unter Mitschülern wird ein handfester Streit. Wie man der Gewalt wirkungsvoll begegnen kann, damit beschäftigten sich auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 2. März, rund 180 Lehrer, Fachkräfte aus der Jugendhilfe und Polizisten.
- [23.02.2010 | AHE]
Den eigenen Atem per Post ins Ausland verschicken? Was nach einer verrückten Idee klingt, ist tatsächlich ein internationales Projekt von Aktions- und Performance-Künstler Stephan US. „in – out breath“, so der Titel des Konzepts, geht am Mittwoch, 24. Februar, in der Stadthausgalerie an den Start – als Auftakt der „Kulturgebiete Münster 2010“.





















