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UBC muss die Kangaroos springen lassen

Federico Cozzo trotzte seiner Handblessur und machte, natürlich mit links, elf Punkte für den UBC in Iserlohn. [Foto: Austermann]
In der Hemberghalle zu Iserlohn musste der UBC Münster am Samstag die Kangaroos-Basketballer springen lassen. In der 1. Regionalliga gab es für den ersatzgeschwächten Aufsteiger im Nachholspiel eine 88:102 (36:49)-Niederlage. Nach 23 von 28 Spielen steht die Saisonbilanz bei 9:14 Siegen.
Das Restprogramm billigt dem UBC noch drei Heimspiele zu, von denen das nächste am Samstag gegen Schlusslicht Bielefeld das leichteste sein dürfte. Es ist zudem das einzige Spiel, in dem Münster auf eine aktuell schlechter platzierte Auswahl trifft – Dorsten und Bochum stellen sich noch in der Unihalle vor, anreisen muss der UBC nach Dortmund und Sechtem.
Die Chance im dritten Viertel
Ohne Jan Sprünken, Anton Arnst und Sebastian Arndt spielend kam die Auswahl von Götz Rohdewald nur in einer Phase der Partie für die Wende infrage. Im dritten Viertel nämlich agierten Hayden Heiber und Kollegen konsequenter als vor der Pause und verkürzten den Abstand auf vier Punkte. „Daraus hätten wir mehr machen können“, haderte Rohdewald aber mit den Folgeszenen, die Iserlohn wieder diktierte. Die von Manager Michael Dahmen als Interimscoach geführte Truppe fing sich wieder „und kam in einen Lauf. Danach war das Spiel gegessen“ (Rohdewald).
Mit Stephan Carduck, Heiber (mit 35 Punkten erneut der mit Abstand erfolgreichster Mann), Andreas Peters, Brice Brooks und Fedde Cozzo ging Münster ins Spiel – und kam partout nicht in die Spur. „Völlig verpennt“, beschrieb Rohdewald, habe das Team das erste Viertel. 12:26 lag Münster hinten und traf damit so wenig wie selten einmal. Iserlohn agierte effektiver und traf besser. Gleichwohl hatten die Gastgeber zur Pause mit dem 13 Punkte schweren Vorsprung noch nichts erreicht.
US-Duo der Kangaroos spielt zu gut
Hellwach kam der UBC aus der Kabine und diktierte das dritte Viertel, das häufig eine Spielwende einleiten kann. Die Kangaroos wussten zunächst nicht, wie sie den Drang stoppen sollten. Aber der UBC in dieser Personalkonstellation schnupperte letztlich nur an der Chance zum Auswärtssieg, der Durchbruch gelang nicht.
Während Iserlohns Frank Benson auf stattliche 29 Punkte kam, überraschte der zweite US-Spieler mit frappierender Wurfkälte. Jerrell Houston (37 Punkte), bei der Hinspielniederlage in Münster noch nicht unter Vertrag, setzte sechs Dreier bei neun Versuchen und verblüffte damit den Gegner. „Das hatten wir so nicht erwarten können“, sagte Rohdewald. „Die beiden US-Amerikaner haben wir nicht in den Griff bekommen.“
Thomas Austermann
UBC: Heiber (35/5), Brooks (19/2), Cozzo (11/3), Carduck (11), Schulze Pals (4), Peters, Narendorf (je 3), Ogiermann (2), Göknil, Bohlmann.
[06.07.2010 | TA]Nachdem der UBC Münster für die nächste Saison in der 1. Regionalliga zwei Centerspieler von Format verpflichtet hat, schaut sich der 21 Jahre alte Zwei-Meter-Mann Atilla Göknil (Foto l.) nach einer Spielchance bei anderen Basketballvereinen um. „Das ist legitim“, urteilt Münsters Coach Götz Rohdewald.
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