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Küsgen und Jank gewinnen die Sparkassen-Open

Sicherte sich mit 7:6, 6:4 gegen die Russin Marina Melnikova den Sieg bei den MS-Open: Imke Küsgen aus Essen. [Fotos: Hackmann]
Es waren spannende Endspiele am Sonntag in der THC-Halle am Dingbängerweg zum Finale der Sparkassen-Münster-Open 2010. Imke Küsgen und Klaus Jank heißen die Gewinner, die sich mit ihren Turniersiegen die jeweils 500 Euro Prämie sicherten.
Gerade das Finale der Damen war – wie eigentlich immer bei den Münster-Open, dem bestbesetzten Tennis-Turnier der Stadt – von gehobener Klasse. Die Essenerin Imke Küsgen, mit ETuF in der 2. Bundesliga am Racket, traf hier auf die in Marl aktive Marina Melnikova. Die 22-jährige Russin, immerhin Nummer 32 im DTB-Ausländer-Ranking, hatte allerdings den Beginn des Matches völlig verschlafen. Schnell führte die erfahrende Küsgen mit 3:0, ehe sich Melnikova auf das Spiel der Essenerin eingestellt hatte und nun ihrerseits mit zwei Aufschlagspielen und einem Break die Partie wieder offen gestaltete.
Tiebreak-Ende mit Doppelfehler
Immer wieder gelangen der Russin Klasse-Returns und feine Diagonalschläge, ein wenig fehlte der 22-Jährigen aber auch die Konstanz. Doch bis zum Tiebreak begegneten sich beide Kontrahentinnen weiter auf Augenhöhe. Dann allerdings setzte sich Küsgen, mit dem deutlich härteren und besseren Servicespiel ausgestattet, mit 7:3 klar durch, wobei Melnikova (Foto) mit einem Doppelfehler bei 3:6 die Chance zu leicht her gab.
Den Ausschlag zum Matchgewinn für Küsgen gab im zweiten Set die Tatsache, dass die Essenerin einfach geschickter agierte und reagierte. Küsgen, Nummer 77 der Deutschen Rangliste, breakte zum 5:4 und brachte danach ihr eigenes Aufschlagspiel zum 6:4 durch.
Jank behält die Nerven
Bei den Herren trafen mit Klaus Jank vom TC Schöneberg und dem Kölner Philipp Born zwei Hard Hitter, zwei Grundlinienspieler, aufeinander. Born hatte zuvor im Halbfinale den topgesetzten Dorstener Kim Möllers in zwei Sätzen (6:3, 6:4) klar in die Schranken verwiesen, während Jank gegen den Neffen des Weltranglisten-Sechsten Nikolai Davydenko, Philipp Davydenko (17), einen Set mehr zum Finaleinzug brauchte (4:6, 6:0, 6:3).
Jank war es dann auch, der Ende des ersten Satzes die Nerven behielt, als Born bei 5:4 selbst zum Satzgewinn aufschlug. Jank gelang zunächst das Break zum Ausgleich, und der Berliner gewann auch die beiden folgenden Spiele und sorgte für ein 1:0-Polster. Im zweiten Durchgang ging es dann tatsächlich in den Tiebreak. Doch der an drei gesetzte Jank war es, der in den richtigen Momenten die besseren Bälle schlug und die Satzverlängerung schließlich klar mit 7:2 zum 7:5, 7:6-Matchgewinn für sich entschied.
(Zu) wenig Zuschauer
Insgesamt konnten die Tennis-Fans bei der mittlerweile 30. Auflage der Sparkassen-Open mit den Hauptfeldern und den Leistungen der Protagonisten sehr zufrieden sein. Schade nur, dass so wenige davon Gebrauch machten: Beim ersten Aufschlag des Damen-Finals zierten 25 Zuschauer die Tribüne in der THC-Halle. Erstaunlich, auch wenn bei den Herren danach über 100 Leute zuschauten. „Ich weiß auch nicht woran das liegt“, fragte sich auch Lutz Rethfeld (THC) von der Turnier-Orga, „es ist in Münster schwierig, die Leute dazu zu bekommen, sich gutes Tennis anzusehen.“ Mag sein, dass es im nächsten Jahr besser wird - wenn Olympia und Schnee auf den Straßen kein Thema mehr sind.
Lutz Hackmann
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