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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Nach einem Jahr Amtszeit: Bischof Felix Genn setzt auf mehr Zusammenhalt im Bistum Münster

Felix Genn

Seit einem Jahr sitzt Felix Genn auf Münsters Bischofsstuhl - ein Anlass, um über Vergangenes und Zukünftiges zu sprechen. [Foto: Sven Hänscheid]

[17.02.2010 | Münster | ECHO]

Mit einem festlichen Einführungsgottesdienst hat Bischof Dr. Felix Genn am 29. März 2009 sein Amt in Münster angetreten. Knapp ein Jahr später zieht er eine erste Bilanz: In einem Interview mit der münsterschen Bistumszeitung „Kirche+Leben“ spricht der Oberhirte über die Herausforderungen der Zukunft.

„Der Bischof ist keine Verwaltungsgröße und keine Art Regierungspräsident, sondern der Pastor der Gläubigen einer Diözese, dem zur Seite die Priester, Diakone und die anderen pastoralen Mitarbeiter stehen“, betont Felix Genn. Um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern, wolle Genn auf einen größeren Zusammenhalt der "Ortskirche", also des Bistums, setzen. „Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Aufmerksamkeit auf diese Institution gelenkt, somit auf die Bistümer, in denen und aus denen sich die Gesamtkirche verwirklicht.“

Angemessene Strukturen

Der Oberhirte habe deshalb „mit Blick auf die personellen und finanziellen Mittel die angemessenen Strukturen“ sicherzustellen. Vorwürfe , „die Bistumsstadt Münster sitze am Geldhahn und knebele die anderen“, seien dabei verfehlt. Dass gravierende Neuordnungen vor Ort die treuesten Kirchgänger am härtesten treffen, bedrücke den Geistlichen: „Dieser Schmerz der Veränderung ist unvermeidlich.“ Vorbei sei die Zeit der "versorgten" Gemeinde, Christen müssten selbst "mitsorgen". Angesichts eines wachsenden Priestermangels fordert der Bischof die ehrliche Prüfung, „was wir uns zumuten können“. Er gibt zu bedenken: „Wenn ein Priester zwei Gemeinden bekommt, kann er nicht zwei Pfarrer vereinen.“ Es erfordere mehr Verständnis der Gemeindemitglieder, wenn das Gottesdienst-Angebot verkleinert werden müsse.

Veränderte pastorale Situation

Vorrangiges Ziel des Bischofs ist es, auf Dauer vor Ort „den Grundbestand zu sichern, der Kirche ausmacht: Verkündigung des Wortes Gottes, Feier der Sakramente, vor allem der Eucharistie, und Dienst an den Ärmsten der Armen.“ In Zukunft sollten sich die Christen im Bistum auf eine grundlegend veränderte pastorale Situation einrichten.

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