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„Vom Nebeneinander zum Miteinander“: Schulen, Jugendhilfe und Polizei diskutieren „Netzwerke gegen Gewalt“

Mit Gewalt reagieren Jugendliche oft dann, wenn sie provoziert werden. Dass es auch anders gehen kann, darüber sprachen am Dienstag Lehrer, Fachkräfte aus der Jugendhilfe und Polizisten. [Foto: PD]
Oft reicht schon ein falsches Wort, und aus einer Meinungsverschiedenheit unter Mitschülern wird ein handfester Streit. Wie man der Gewalt wirkungsvoll begegnen kann, damit beschäftigten sich auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 2. März, rund 180 Lehrer, Fachkräfte aus der Jugendhilfe und Polizisten.
„Es entsteht häufig der Eindruck, dass Politik ausschließlich an der Verbotsschraube dreht, statt dem Problem der Jugendgewalt inhaltlich zu begegnen. Dabei sollte vor allem eines nicht vergessen werden: Das Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es ist abhängig von der Erziehung durch ihre Eltern, sowie den Vorbildern, die Öffentlichkeit ihnen liefert“, betonte LWL-Jugenddezernent Hans Meyer.
Handlungsmöglichkeiten entwickeln
Die Teilnehmer waren sich in den Diskussionsrunden einig, dass vermehrt Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden müssen, mit denen die Gewalt durch das Eingreifen von Lehrern, Polizisten, Mitarbeitern der Jugendhilfe oder auch den Jugendlichen selbst gestoppt werden kann. Dazu gehören zum Beispiel gemeinsame Aktionen, wie sie während der vergangenen Karnevalstage in vielen Orten stattfanden. Damit es erst gar nicht zu Gewalt kommt, sollen die Kooperationen und Netzwerke im Bereich der Jugendarbeit daneben deeskalierende Maßnahmen entwickeln, wie zum Beispiel Trainings, bei denen die Jugendlichen üben, in Konfliktfällen angemessen zu reagieren oder ihre eigenen Aggressionen zu kontrollieren.
Wirksame Gewaltprävention
Dem Landesarbeitskreis Jugendhilfe, Polizei und Schule komme dabei eine entscheidende Rolle zu. Zu ihm gehören die Landesjugendämter Westfalen-Lippe und Rheinland, das Schul- und Justizministerium sowie die überregionalen Kinder- und Jugendschutzorganisationen. „Letztendlich können wir wirksame Gewaltprävention nur gemeinsam erreichen“, erklärte Gesa Bertels von der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz.
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