Mehr junge Kunst für den Kamp - Berte Fellermann ist die erste Atelier-Stipendiatin

Die erste Atelier-Stipendiatin am Kamp: Berte Fellermann. Sie freut sich, ein Reich für sich zu haben. Auch wenn es nur auf Zeit ist. [Foto: Frobusch]
Berte Fellermann ist die Erste und es sollen noch viele andere folgen. Die Studentin an der Kunstakademie und künftige Meisterschülerin von Prof. Lili Fischer ist die erste Stipendiatin des Vereins „Erhaltet den Hawerkamp“ . Ein Jahr lang stellen ihr die Kreativen vom Kamp ein Atelier mietfrei zur Verfügung.
Bis Oktober k
ann sie dort schalten und walten. Für Fellermann ein „wunderbarer Platz“ der ihr die die Möglichkeit eröffnet, sich auch außerhalb der Akademie mit ihrer Kunst zu entfalten. Ohne sich an Zeiten oder Regeln halten zu müssen.
"Ein Reich für mich"
„Ein Reich für mich eben“, strahlt sie, die die Arbeit im hellen Atelier wertschätzt. Wie auch den fruchtbaren Kontakt zu den anderen Kamp-Künstlern. Ein Austausch mit Gleichgesinnten auch außerhalb der Akademie.
Dort kann die 27-Jährige ihre feinen Arbeiten entstehen lassen. Zeichnungen, Drucke, Keramikarbeiten und Rauminstallationen – mit diesen Mitteln drückt sie sich aus. Arbeiten, bei denen man sehr genau hinsehen muss. Fein gezeichnet und genau beobachtet. Fellermann zeichnet Menschen, vor allem Frauen, vieles mit einem Fineliner mit Strichstärke 0,02 Millimeter. Dafür braucht sie ein ruhiges Händchen. Und Muße. Die findet sie im 17 Quadratmeter großen Atelier im Haus A.
Scheel/Ulrichs-Ausstellung
„Wir haben uns vorgenommen, in enger Anbindung an die Akademie junge Künstler zu fördern“, sagt Jutta Meyer zu Riemsloh. Sie ist die Kuratorin der neuen Ausstellungshalle Hawerkamp, die am 18. April mit einer Schau der renommierten Professoren Udo Scheel und Timm Ulrichs eröffnet wird. Dort wird ab dem 3. Oktober dann auch Berte Fellermann ihre Zeichnungen, Drucke, Installationen zeigen. Zum guten Abschluss ihrer geförderten Atelierzeit am Kamp.
"Niveau halten"
„Wir haben das Stipendium eingerichtet, um mehr junge Kunst an den Kamp zu holen und das künstlerische Niveau hier zu halten, wenn nicht gar zu verbessern“, sagt Vereinsvorstand Gerwin Lohmeyer. „Es wäre schön, wenn es sich etablieren würde.“
Wie gesagt: Geboten wird ein mietfreies Atelier für zwölf Monate und eine Ausstellung in der jungen Hawerkamp-Halle. Absolventen und Meisterschüler bundesdeutscher Kunsthochschulen können sich bis zum 30. Juni unter der Email-Adresse „meyer_riemsloh @freenet.de“ bewerben.
Bruni Frobusch
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