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Wohn + Stadtbau unterstützt Münsters 1. Frauenprojekt

Sie freuten sich auf das neue Wohnprojekt (v.l.n.r.): Annette Fahl (Wohnungsamt), Michael Toddenroth (Wohn + Stadtbau), Rita-Maria Meyer, Klemens Nottenkemper (Wohn + Stadtbau), Heidi Müller. [Foto: König]
Senioren-Domizile, Studenten-Heime, betreutes Wohnen: Es gibt sie für viele Zielgruppen. Wohn-Konzepte, bei denen der Nachbar mehr darstellt als nur die letzte Instanz zu sein, wenn einem wieder der Zucker ausgegangen ist. 2004 hatte Rita-Maria Meyer zum ersten Mal von einer Dortmunder Initiative erfahren, die explizit Frauen für das häusliche Zusammenleben suchte.
Sechs Jahre später stellt sie bei Wohn + Stadtbau begeistert mit Freundin Heidi Müller das eigene Projekt für die Freiflächen an der Grevener Straße vor. Orientiert ist es an dem Modell aus dem Ruhrgebiet. Warum nur weibliches Klientel erwünscht wird? „Wir sind eben Frauen, so einfach“, lacht Meyer. Niemand werde ausgegrenzt - im Gegenteil, liegt den beiden doch besonders die Harmonie am Herzen. Teil der Idee ist es, dass die Mieterinnen bereits im Vorfeld aufbauten, was sich herkömmlicherweise bestenfalls erst Jahre nach dem Einzug einstellt: Wir-Gefühl und gegenseitige Unterstützung über Generationsgrenzen hinaus.
Integrative Angebote
Das Bedürfnis an integrativen Wohnangeboten wird in der münsterschen Bevölkerung durchaus groß geschrieben. „Vielen Alleinstehenden, Geschiedenen oder Verwitweten gibt diese Art von Familienersatz wichtigen Halt“, weiß Annette Fahl vom städtischen Fachamt. Die Einrichtungen in Mecklenbeck und Gremmendorf erfreuen sich bereits großer Beliebtheit, wenden sich jedoch nicht ausschließlich an das weibliche Geschlecht. Deshalb urteilt Clemens Nottenkemper, Leiter der Wohn + Stadtbau: „Wir unterstützen das Vorhaben, weil es die Gesellschaft bereichert – und ganz ehrlich, ein bisschen Farbe tut uns in Münster sicher ganz gut.“
Unter dem Motto „Von Frauen für Frauen“ werden ab April/Mai die ersten zwölf Appartements errichtet, weitere acht folgen ab Oktober. Dazu gesellt sich ein Gemeinschaftsraum, „um beispielsweise mal zusammen eine DVD zu schauen.“ Da insgesamt neun Einheiten aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, gestaltet sich die Miete auch vergleichsweise preiswert – laut Müller nach Einkommen gestaffelt.
Kennenlern-Abend
Interessentinnen werden von Wohn + Stadtbau am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr zu einem Kennenlern-Abend in der Steinfurter Straße 60 eingeladen. Fragen beantworten die Macherinnen außerdem per Mail an frauenwohnen@t-online.de. Die ersten Unterkünfte sollen pünktlich zum Internationalen Frauentag am 01. März 2011 fertig sein. Da die Stadt Münster mit hoher Nachfrage rechnet, wird eine Warteliste eingerichtet.
Ulf König
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Drei "verlorene Söhne" kehren zurück
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



