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Das Pascal atmet auf: Hallenanbau kommt, weil Münster 200.000 Euro zusätzlich schultert

Nach "vorbereitenden Maßnahmen" ruht diese Baustelle. Noch, denn bald wird am Pascal die Sporthalle angebaut. [Foto: Austermann]
Die Realisierung des Sporthallenanbaus an der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium kann endlich in Angriff genommen werden. Das Projekt kostet 30.000 Euro weniger als zuvor veranschlagt – aber von den 1.093.810 Millionen Euro muss die Stadt Münster deutlich mehr tragen.
Zu den im März 2008 beschlossenen 337.140 Euro „Eigenanteil“ kommen 200.000 Euro drauf. Das Geld soll nicht aus dem zwei Millionen Euro umfassenden Sporthaushalt genommen werden.
In der Sondersitzung des Sportausschusses wurde am Mittwoch deutlich, dass die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen am 17. März im Rat den Beschluss bejahen. Das Gymnasium wird ein bisschen aufatmen – bis auf vorbereitende Maßnahmen an der Sporthalle tat sich nämlich handwerklich betrachtet bisher gar nichts.
„Nicht förderfähig“, aber unverzichtbar
Warum nicht? NRW hatte nach der Anbauplanung einige Vorhaben als „nicht förderfähig“ erkannt und war mit der Stadt in einen Abwägungs- oder Diskussionsprozess getreten. Der zweigeschossige Anbau an der Schmalseite der Sporthalle wird ein kleines Hallenfoyer, einen Kraftraum, einen Gymnastik- und Tanzsaal sowie Räume für Physiotherapie, Büro und Seminare vorweisen.
Diese im als überzeugend anerkannten Pascal-Konzept festgeschriebenen Bestandteile sind für die Schule grundlegend wichtig. Die Verwaltung attestierte in der Vorlage, „dass die Schule den pädagogischen Bedarf jeweils überzeugend nachweisen“ konnte und wertete: „Eine Reduzierung des Raumbedarf kann nicht vorgeschlagen werden.“ Stadträtin Dr. Andrea Hanke sah nicht nur die Gefahr, die 132.175 Euro für Planung und Bauvorbereitung umsonst ausgegeben zu haben, wenn die Stadt die Mehrkosten nicht schultern würde, sie beschrieb auch eine Bedrohung für das Gesamtkonzept NRW-Sportschule.
CDU, SPD und Grüne votierten zum Teil schweren Herzens und nur angesichts der Wichtigkeit des Projekts für die städtische Zusatzhilfe. Die Linke lehnte ab, weil die Neuausgabe „zu Lasten des Breitensports“ gehe. Die FDP kam mit dem Antrag nicht durch, das Geld aus dem Sporthaushalt 2010 zu nehmen. FDP-Ratsherr Sebastian Steinzen wertete zudem: „Wir haben das Problem, weil so geplant wurde, dass eben nicht alles förderungswürdig ist.“
Die Frage nach der Zuschussberechtigung
Dabei hielt die Beschlussvorlage an den Rat zur Entscheidung am 12. März 2008 exakt fest:
„Das Land NRW hat angekündigt, die Aufwendungen des Schulträgers im Falle Münsters mit 70 %iger Bezuschussung der bezuschussungsfähigen Kosten zu fördern, so dass die Gesamtfinanzierung mit einem 30 %igen städtischen Anteil komplettiert werden kann.“
Dass vor den münsterischen Planungen zwischen Stadt und Land exakt eruiert wurde, was genau bezuschusst werden kann, wird nicht alleine von Steinzen bezweifelt. Schlussendlich aber muss die Stadt für den Planungsschaden aufkommen, anders lässt sich der Sachzwang nicht lösen.
Und: Auf den genannten Mehrkostenbetrag von 200.000 Euro kommt die Stadt erst, wenn NRW - wie gerade erst angekündigt - doch noch 63.000 Euro mehr einbringt als vor Wochen verabredet. Neue Quellen wurden aufgetan. Andrea Hanke ist sicher: „Die Zusage eines Abteilungsleiters steht, nur der Bescheid fehlt uns noch.“
Thomas Austermann
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