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Südbad-Neubau: Münsters Sixpack beantragt Prüfung der Rahmenbedingungen

"Wer schwimmt, ist fit und zufrieden", weiß der grüne Ratsherr Gerhard Joksch - und plädiert für einen Neubau des Südbads. [Foto: Pixelio/Sturm]
„Ein neues Südbad ist das Ziel“, so der Titel eines gemeinsamen Antrages, den Münsters Sechs-Parteien-Bündnis jetzt dem Rat vorlegen will. In einer so genannten Machbarkeitsstudie soll die Verwaltung noch in diesem Jahr Vorschläge für die Nutzung sowie ein Technik- und Betriebskonzept erarbeiten. Verschiedene Finanzierungsmodelle sollen ebenfalls geprüft werden.
Der Abriss des Südbades vor nunmehr zwei Jahren sei „eine der größten Fehlentscheidungen der vergangenen Wahlperiode“ gewesen – die es nun zu korrigieren gilt, wie der grüne Ratsherr Gerhard Joksch (Foto hinten) erklärt. „Eine große Investition“, geben auch SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer (Foto rechts) und der Linke-Fraktionschef Raimund Köhn (Foto links) zu, „bei der vor allem auch die Finanzierung der Folgekosten geklärt werden muss.“ So seien Aufwendungen für das Personal wie auch die Wassertechnik und Energieversorgung entscheidende Posten auf der Ausgabenseite.
Schwimmbad im Passivhaus-Standard
„Unsere Idee ist es, auch die Wirtschaft und Investoren zur Förderung zu bewegen“, erläutert Joksch. Besonders reizvoll sei der Gedanke, das Bad im Passivhaus-Standard aufziehen zu lassen: „Eine Premiere für Deutschland, die vor allem für Kapitalgeber attraktiv wäre. Zudem könnte dadurch ein wesentlicher Bereich späterer Kosten geschultert werden“, ist sich der GALlier sicher. Das bereits im vergangenen Jahr seitens der CDU diskutierte Modell mit Wohnbebauung halte das Sixpack nach wie vor für unrealistisch.
Angebot für Sportunterricht
Fest stehe für sämtliche Antragsteller: „In Sachen Südbad-Neubau geht es nicht um ein ,Ob‘, sondern um das ,Wie‘“. Die mögliche Sichtweise, ein weiteres Schwimmbad gehe über den Bedarf der Stadt hinaus, sei schlichtweg falsch: „Das Gebiet rund um den ehemaligen Standort der Anlage ist sehr dicht besiedelt. Zudem haben vormals neun Schulen das Angebot für den Sportunterricht genutzt“, argumentieren die Antragsteller. „Eine Neuerrichtung würde der Lebensqualität entsprechen, die Münster für sich proklamiert. Eine Investition in die Zukunft.“
Einen Versuch, den Antrag mit den Christdemokraten zu besprechen, habe man im Vorfeld nicht gestartet. „Wir sind uns aber relativ sicher, die Stimme des Oberbürgermeisters zu erhalten“, sagt Joksch.
Caroline Kern
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