Abtreibungsgegner und Gegendemonstranten gehen gewaltfrei durch die City

Klare Meinungen, aber keine Übergriffe: Abtreibungs-Gegner und Selbstbestimmungs-Befürworter beim Zug durch Münsters City. [Fotos: Hackmann]
Ohne besondere Vorkommnisse, so könnte man sagen, ist am Samstagnachmittag der Gebetszug von knapp 100 Abtreibungsgegnern durch die münsterische Innenstadt über die Bühne gegangen. Zwischen den Teilnehmern des von der Organisation EuroProLife unter dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“ initiierten Marsches und mehr als doppelt sovielen Gegendemonstranten – zumeist aus dem Lager des „Bündnis gegen 1000 Kreuze“ - kam es lediglich zu verbalen Rempeleien. Vor genau einem Jahr hatten die Selbstbestimmungs-Befürworter mit Blockaden für eine erhebliche Behinderung des Marsches der erzkonservativen Bewegung gesorgt.
Keine Blockaden
Von Blockaden war diesmal nicht viel zu sehen. Die Abtreibungsgegner, die sich auch gegen Homosexualität und Verhütung aussprechen, marschierten fast einträchtig mit ihren Gesinnungsgegnern vom Sammelplatz Domplatz zum Ägidii-Kirchplatz. In diesem Flaschenhals machten die Einsatzkräfte der Polizei, die auf offene Präsenz setzte, dann dicht, separierten Anti-Kreuzler und Kreuzler. Letztere konnten so ihre Kundgebung ungestört abhalten, bevor sie sich – erneut begleitet von der deutlich größeren Gruppe der Gegendemonstranten – zu ihrem geplanten Marsch durch die Innenstadt aufmachten.

Unmutsbekundungen
Während des Zugs durch die City gab es immer wieder lautstarke Unmutsbekundungen aus den Reihen der Gegendemonstranten. Diese operierten in Gruppen und stellten sich so wiederholt den christlichen Fundamentalisten entgegen.
Bei der vierten Auflage des Marsches „1000 Kreuze für das Leben“, der gegen 18.30 Uhr nach insgesamt unauffälligem Verlauf endete, kam es nach Aussage von Polizeisprecher Klaus Laackman zu keinen Übergriffen oder Handgreiflichkeiten auf beiden Seiten.
Lutz Hackmann
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