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Lückertz zum verkaufsoffenen Sonntag: "Betrachten Entscheidung des Rates als Gesprächsangebot"

ISI-Sprecher Matthias Lückertz ist zuversichtlich, dass 2011 die Kassen an mehr als zwei verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr klingeln werden. [Foto: Pixelio/Chrisdesign]
„Wir betrachten diese Entscheidung als Gesprächsangebot.“ Matthias Lückertz, Sprecher der Initiative starke Innenstadt (ISI), nähert sich der Ablehnung des Rates von zwei Terminen für einen verkaufsoffenen Sonntag von der diplomatischen Seite.
„Bei dieser schwierigen Stimmungslage wurde uns mit der Genehmigung des 5. Septembers und 31. Oktobers ein Kompromiss serviert.“ Für ihn die Basis für weitere Gespräche. Gespräche mit Politik, Kirche, Gewerkschaft und anderen Beteiligten, die eine einvernehmliche Lösung für mindestens die nächsten drei Jahre bringen sollen.
Abgestimmte Vorlage im Blick
In diesem Jahr, so der engagierte Kaufmann, konnten sie aus Zeitgründen nicht mehr greifen. Lückertz geht aber davon aus, dass angesichts eines guten Klimas der Verständigung eine abgestimmte Vorlage für den Rat vorgelegt werden kann. Und dass damit die Endlos-Debatten Vergangenheit sind. „Damit wir nicht in jedem Jahr wieder in den gleichen Töpfen rühren müssen.“ Dass es zu einer Einigung kommen wird und das Thema dann erst einmal vom Tisch ist, da ist Lückertz guter Hoffnung.
Eksen: "Der Frust geht um"
Anders Karin Eksen. Der Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland „fehlen die Worte“. Eine „unglaubliche, nicht nachvollziehbare Entscheidung“, sagte sie gegenüber echo-muenster.de. Dabei habe es im Vorfeld bei zahlreichen, aufklärenden Gesprächen durchaus Verständnis für das Anliegen der Einzelhändler gegeben. Auch bei Gesprächspartnern, die den Einkauf am Sonntag zuvor kritisch betrachteten.
Es seien gerade doch die Kaufleute in der Innenstadt und am Bahnhof, die so viel auf die Beine stellten. „Nicht nur fürs eigene Geschäft sondern für die gesamte Stadt Münster.“ Und jetzt müssten sie sich diesen Schlag ins Gesicht gefallen lassen. Gerade das lange Wochenende mit dem abgelehnten 2. Mai wäre für Kurzurlauber attraktiv. Das gelte umso mehr, wenn die Geschäfte geöffnet haben. „Der Frust geht um“, sagt Eksen. Jetzt sei mit der ISI das weitere Vorgehen zu beraten.
Bruni Frobusch
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