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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Altartafeln von Jan Baegert: Sparda-Bank sichert komplette Restaurierung

Baegert-Gemälde

Aufwendig restauriert werden jetzt die Werke von Jan Baegert, hier die Vermählung von Maria und Josef, Öl auf Eichenholz, 1505/1510, im münsterschen Stadtmuseum. [Fotos: Stadt Münster]

[23.03.2010 | Münster | ECHO]

In seiner aktuellen Ausstellung "Rettet Jan Baegert!" gewährt das Stadtmuseum den Besuchern einen Einblick in die Restaurierungsmaßnahmen für den ältesten städtischen Kunstbesitz. Dank der Unterstützung der Sparda-Bank können nun auch die aufwändigen Arbeiten an den Bildseiten des Marienzyklus' vollendet werden.

„Die Altartafeln sind für Münster, aber auch weit darüber hinaus ein wichtiges Kunstwerk, das wir unbedingt erhalten möchten. Wir freuen uns, dass die didaktisch gelungene Ausstellung bei Jung und Alt Interesse für diese Kunst weckt und so auch zu deren Sicherung für die Zukunft beiträgt“, begründet der Sparda-Bank-Vorstandsvorsitzende Enrico Kahl das Engagement des Geldinstitutes.

Herausragende Bedeutung

„Die Arbeiten von Jan Baegert sind für den städtischen Kunstbesitz von herausragender Bedeutung, da durch die Täuferbewegung 1534/1535 sämtliche Archivalien zerstört wurden und die Tafeln so eines der wenigen Zeugnisse der Kunst aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sind“, unterstreicht auch Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke.

Großformatiger Altaraufsatz

Die 14 Tafeln des Ausstellungshauses und zwei zugehörige Gemälde in Privatbesitz waren ursprünglich Bestandteile eines großformatigen Altaraufsatzes. Sie stammen von dem namhaften spätmittelalterlichen Maler Jan Baegert. Das Flügelpaar dieses zerstörten Objektes zeigte in geschlossenem wie in geöffnetem Zustand jeweils einen abgeschlossenen Bildzyklus (Foto rechts: Jan Baegert, Krönung Mariens, Öl auf Eichenholz, 1505/1510).

Hospital St. Clemens

Die Flügel wurden wahrscheinlich schon im 18. Jahrhundert auseinandergesägt und zeittypisch gerahmt, so dass 16 einzelne Gemälde entstanden. „Diese Maßnahme wurde möglicherweise durchgeführt, um dekorative Gemälde für das 1731 gestiftete Hospital St. Clemens zu erhalten“, vermutet Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé.

Gemälde auf Eichenholztafeln

Über die Jahrhunderte entstanden zunehmend Schäden an den wertvollen Gemälden auf Eichenholztafeln, die deren dauerhaften Erhalt massiv gefährdeten. Ein zentraler Aspekt der Restaurierung, die Stabilisierung der Bildträger, konnte durch die Arbeiten im Stadtmuseum Münster bereits abgeschlossen werden. Bei den Tafeln des Passionszyklus´ konnte außerdem bereits die Instandsetzung der Bildseiten vollständig ausgeführt werden.

Diplom-Restauratorin Ina Sahl wird in den kommenden Monaten die Tafeln "Krönung Mariens" und "Vermählung von Maria und Josef" restaurieren. Ziel ist es, die erhaltene originale Malschicht zu sichern und wieder in ihrer Farbigkeit wirken zu lassen.

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