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Gemeinsam gegen "Pro NRW": Die Kirchen bekennen sich ausdrücklich zur Kooperation mit Moscheevereinen

Münsters Bischof Felix Genn wehrt sich zusammen mit anderen Kirchenführern dagegen, von der Gruppierung „Pro NRW“ unter der Parole „Abendland in Christenhand“ vereinnahmt zu werden. [Foto: PD]
Die Bistümer Münster und Essen sowie die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen wehren sich mit Entschiedenheit dagegen, von der Gruppierung „Pro NRW“ unter der Parole „Abendland in Christenhand“ vereinnahmt zu werden.
In einer am Donnerstag, 25. März, veröffentlichten gemeinsamen Erklärung bekennen sich die Kirchen zu einem „respektvollen Umgang mit Fremden und einem gleichberechtigten Leben von Muslimen in unserer Gesellschaft“. Dazu gehöre auch das Recht, Moscheen zu errichten - ein Ansinnen, gegen das Mitglieder jener politischen, als rechtsgerichtet allgemein eingeschätzten Splitter-Gruppe vor allem in Köln vehement zu Felde ziehen.
Kraftquelle
Ein Minarettverbot sei mit der Religionsfreiheit nicht vereinbar. „Es ist gut ,für NRW’, wenn wir unsere Religionen mehr und mehr als Inspiration und Kraftquelle entdecken, die uns zum Engagement für das Wohl aller Menschen und zu einem Miteinander in Frieden drängen“, erklären die katholischen Bischöfe Felix Genn (Münster) und Franz-Josef Overbeck (Essen) sowie der rheinische Präses Nikolaus Schneider und Präses Alfred Buß für die Evangelische Kirche von Westfalen.
Die Kirchenführer bitten die Gemeinden, sich an geplanten Veranstaltungen für ein Zusammenleben mit Muslimen und gegen die Aktionen von „Pro NRW“ zu beteiligen. „Wir bitten Sie, auch weiterhin den Kontakt zu den muslimischen Nachbarn zu suchen und für den gegenseitigen Abbau von Vorurteilen einzutreten“, heißt es in dem Text.
Lokale Projekte
Die Unterzeichner sind „dankbar für die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzen und Verantwortung für den Stadtteil übernehmen“. Der Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben sei das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus.
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