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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Strafanzeigen gegen Beigeordnete - Stadt erwägt nun ihrerseits rechtliche Schritte

Featurebild: Paragrafen

Die Stadt erwägt nun ihrerseits rechtliche Schritte, nachdem der Münsteraner Oswald Grommes Strafanzeigen gegen städtische Dezernenten erhoben hat. [Foto: Pixelio/Freelance 111]

[26.03.2010 | Münster | HDT]

Da hatte der Münsteraner Oswald Grommes Vorwürfe von erheblicher Tragweite gegen die beiden Beigeordneten Helga Bickeböller und Dr. Wolf Heinrichs erhoben - im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren zu Besichtigungsfahrten des Aufsichtsrates der Wohn + Stadtbau. Anschuldigungen, die jetzt wiederum die Verwaltung tätig werden ließ.

Wegen des "Verdachts der Vorteilsgewährung, der Rechtsbeugung und der Begünstigung“ wurde von Grommes bei der Generalstaatsanwaltschaft in Hamm (echo-muenster berichtete) sogar Strafanzeige gegen die Spitzenbeamten erstattet. Doch von den Zweien war mehrfach betont worden, dass sie sich nichts vorwerfen müssten - im Gegenteil: Anders als von Grommes behauptet, wäre ein unabhängiger neutraler Gutachter eingeschaltet worden - mit dem Ziel, durch eine "allgemeine Analyse" dezidiert klären zu lassen, welche positiven bzw. negativen Folgen die umstrittenen Dienstausflüge am Ende gezeitigt hätten - Ergebnisse, an denen die Kämmerin, zugleich Chefin der Beteiligungsverwaltung, schon kraft Amtes großes Interesse habe.

Von dem aktuellen Prozedere gegen Bickeböller/Heinrichs weiß man im Rathaus bislang nur aus der Presse, deswegen wandte sich die Stadt noch am Freitag nun ihrerseits an die Staatsanwaltschaft Münster und bat um Mitteilung zum aktuellen Sachstand. 

Unterlassungsanspruch

"Darüber hinaus haben wir angeboten, sämtliche notwendigen Auskünfte in der Angelegenheit zur Verfügung zu stellen", betonte Rainer Uetz, Dezernent im Büro des Oberbürgermeisters, auf Nachfrage. Zusätzlich will die Stadt jetzt mit Hilfe eines Anwalts rechtliche Schritte gegen Grommes überlegen. "Es gilt, unsere Positionen zu wahren", machte Uetz deutlich.

Aufgrund der massiven Behauptungen, die Grommes in die Welt gesetzt habe, werde umso mehr ein Unterlassungsanspruch geprüft - alles Informationen, die Uetz im Auftrag von OB Markus Lewe den Mitgliedern des Rates zuschickte. 

Heinrichs hatte bereits nach Bekanntwerden der gegen ihn und Bickeböller eingeleiteten Schritte von "unhaltbaren" Bezichtigungen gesprochen. Den juristischen Auseinandersetzungen sehe er, aber auch die Kollegin, deshalb mit "großer Gelassenheit" entgegen.

Wolfgang Halberscheidt

(aktualisiert 26. März, 20.45 Uhr) 

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