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Gegen Leerstände im Bahnhofsviertel: Arbeitsgruppe „Blickfang“ bietet Alternativen zu Papier und Tapete
Mit Plakaten wollen die Akteure der ISG auf die Vorteile des Bahnhofviertels aufmerksam machen (v.l.): Peter Cremer, Josef Wiechers und Georg Hundt werben für einen "City-Standort in Bewegung". [Fotos: Kern]
Mit dem Ziel, ihr Quartier nicht nur optisch aufzuwerten, sondern auch neue wirtschaftliche Perspektiven zu erschließen, hat die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen: Unter dem Motto „Blickfang“ will diese mit kreativen Ideen den Leerständen entgegenwirken – und so neue Mieter anlocken.
„Die Straßen rund um den Hauptbahnhof prägen den ersten und auch letzten Eindruck bei Besuchern der Stadt. Neben vielseitigen Angeboten zählt da vor allem die Optik der Gebäude“, sagt Georg Hundt, Leiter der Radstation und Sprecher der Arbeitsgruppe. „Jedes leer stehende Ladenlokal vermittelt das Gefühl von Stillstand“, erklärt auch Josef Wiechers, Chef des ansässigen „Fairsicherungsladens“ und ebenfalls Kopf der neuen Initiative. Zehn Ladenlokale sind derzeit nicht besetzt, ihre Fensterscheiben mit Papier und Tapete verhängt.

Gegen das Gefühl von Stillstand wehren sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe "Blickfang": Anstelle von Papier-Vorhängen bieten sie attraktive Zwischennutzungen für die Ladenlokale in der Bahnhofstraße.
Einzelhandel- und Dienstleistungsstandort
„Die kurzfristige Aufgabe ist jetzt, diesen negativen Eindruck zu reduzieren und Zwischenlösungen anzubieten“, erläutert der Vorsitzende der ISG, Peter Cremer und ergänzt: „Nur so kann das Image als funktionierender Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort aufrecht erhalten werden.“ Ein gutes Beispiel sei da die Vereinbarung mit dem Kunstverein „part96 e.V.“: In den Räumlichkeiten der ehemaligen Bahndirektion stellt die Gruppe vorübergehend ihre Werke aus, unentgeltlich, um die Immobilie mit neuem Leben zu füllen.
GOP und Kaiserhof
Eine weitere Idee erklärt Gerald Wissel, Geschäftsführer des Metropolis: „In einem anderen Teil des Gebäudes sollen die einzelnen Partner der ISG präsentiert werden: Ein freier Raum soll dazu in kleine Nischen eingeteilt werden, in denen zum Beispiel ein Ausschnitt aus den GOP-Shows oder ein Zimmer des Hotels Kaiserhof anschaulich präsentiert werden.“ Langfristiges Ziel sei dabei, die Bestände dauerhaft zu vermieten und das Viertel weiterhin als attraktiven Geschäftsstandort zu vermarkten.
Caroline Kern
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