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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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„Volksbanken werden für Solidität bestraft“: Vorstandschef Hans Pfeifer kritisiert die vom Bundeskabinett geplante Sonder-Abgabe

Porträt: Hans Pfeifer

Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV). [Foto: PD]

[31.03.2010 | Münster | ECHO]

Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) in Münster kritisiert die vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte zur Bankenabgabe. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind ohne Staatsgeld durch die Krise gekommen. Sie nun zu einer Sonder-Pauschale zu zwingen, ist nicht richtig“, sagt Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des RWGVs.

„Wenn der Staat die Verursacher des Schadens an den Rettungskosten beteiligen will, hat das unsere Sympathie. Die regional tätigen Genossenschaftsbanken haben die Krise jedoch nicht verursacht, vielmehr haben sie als Stabilitätsfaktor Schlimmeres verhindert“, unterstreicht Pfeifer. Eigenverantwortliches Handeln und konservative Bankstrategien dürften nicht noch bestraft werden. Die Genossenschaftsbanken würden seit Jahrzehnten ein funktionierendes Sicherungssystem vorleben.

Der Dachverband der 207 Genossenschaftsbanken in Rheinland und in Westfalen fordert daher Nachbesserungen an dem Konzept. „Statt nur für die Folgen der nächsten Krise zu sparen, sollten die Maßnahmen dort ansetzen, wo die jüngste Krise entstanden ist“, erklärt Pfeifer. Spekulative und riskante Bankgeschäfte mit zu wenig Eigenkapital müssten in Zukunft verhindert werden.

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