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Synergieeffekte unter einem Dach: Spatenstich für den Neubau der Pharmazeutischen Institute

So wird er aussehen, der Neubau der Pharmazeutischen Institute der Uni Münster, in dem drei verschiedene Institute untergebracht werden sollen. [Foto: BLB NRW]
Ein 11.000 Quadratmeter großes Forschungs- und Lehrgebäude für die Pharmazeutischen Institute entsteht auf dem Eckgrundstück Apffelstaedtstraße / Orléans Ring im naturwissenschaftlichen Zentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Mit dem ersten Spatenstich wurde das 57 Millionen schwere Bauvorhaben am Dienstag, 6. April, offiziell gestartet.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) errichtet den Neubau, der die drei Institute „Pharmazeutische Biologie und Phytochemie“, „Pharmazeutische und Medizinische Chemie“ und „Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie“ an einem Standort zusammenführt. Notwendig ist die Maßnahme, weil sich die derzeitigen Institutsgebäude in einem schlechten Zustand befinden und nicht mehr den heutigen Anforderungen von Lehre und Forschung genügen. Eine Sanierung
schied aus wirtschaftlichen Gründen aus.
Für die Zusammenarbeit der Fächer
Die Konzentration der drei Einrichtungen an einem Standort fördert zudem die Zusammenarbeit der Fächer und schafft Synergieeffekte. Im Grundriss gleicht der geplante Neubau einem Kamm, drei langgestreckte Baukörper in Nord-Süd-Ausrichtung bilden die Zinken. Im westlichen und im mittleren Baukörper werden hauptsächlich die Labor- und Praktikumsräume untergebracht. Der östliche Baukörper wird als Zentrum zur allgemeinen Verfügung errichtet. Die Nutzung dieses Bauteils wird die Universität zu einem späteren Zeitpunkt festlegen.
Geschlossene Metall-, transparente Glaselemente
Im Süden verbindet ein in Ost-West-Richtung verlaufender Büro-, Seminar- und Hörsaaltrakt die „Kammzinken“. Dieser Trakt beherbergt auch den Eingang mit dem Foyer im Bereich der Corrensstraße. Auf der Nordseite verbindet eine Brücke mit weiteren Büroflächen die drei „Kammzinken“ auf der Höhe des ersten und zweiten Obergeschosses. Äußerlich wird sich das Haus harmonisch in die Nachbarbebauung einfügen: An der Fassade wechseln sich geschlossene Metall- und transparente Glaselemente ab. Farbige Akzente lockern die Pfosten-Riegel-Konstruktion auf und markieren optisch die unterschiedlichen Funktionsbereiche des Gebäudes.
Fertigstellung Ende 2011
Beim Spatenstich waren unter anderem Innovationsminister Prof. Dr. Andreas
Pinkwart, die Rektorin der WWU Prof. Dr. Ursula Nelles, Prof. Dr. Andreas Hensel, Dekan des Fachbereichs Chemie und Pharmazie, sowie der Münsteraner Bürgermeister Holger Wigger und Ferdinand Tiggemann, Geschäftsführer des BLB NRW, vor Ort. Ende 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
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