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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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„Potential zum Musterstadtteil“: OB Markus Lewe zu Besuch in Kinderhaus

Markus Lewe, Manfred Igelbrink, Werner Jakob Korsmeier

Sie zeigen, was die Skulptur ausdrücken will (v.l.): OB Markus Lewe, Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink und der Künstler Werner Jakob Korsmeier sind "Miteinander" in Kinderhaus. [Fotos: Kern]

[17.04.2010 | Münster | CKR]

Ein Programm voll mit Begegnungen und Besichtigungen hat Oberbürgermeister Markus Lewe bei seinem Besuch in Münster Kinderhaus am Samstag, 17. April, absolviert: Nach Gesprächen mit Vertretern verschiedener Institutionen des Viertels hat das Stadtoberhaupt die jüngst am Idenbrockplatz aufgestellte Skulptur „Miteinander“ offiziell übergeben.

„Dieses Kunstwerk drückt auf wunderbare Art und Weise aus, wofür Kinderhaus steht. Das Miteinander ist eines der großen Güter dieses Stadtteils und zeigt: Die Menschen sind stolz darauf, hier zu leben“, sagte Lewe, umringt von einer Gruppe interessierter Bürger. Der Bildhauer und Maler Werner Jakob Korsmeier, selbst gebürtiger Kinderhauser, freute sich über das Engagement des OBs und erklärte: „Besonders wichtig bei der Gestaltung eines Kunstwerkes ist die gesellschaftliche Situation, in der die Arbeit entsteht: Wer Kinderhaus besucht, dem begegnen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Da herrscht nicht immer ein Gefühl von Harmonie.“

„Hier ist noch viel zu tun“

Dass die vielen vor Ort angesiedelten Institutionen und sozialen Einrichtungen sich für eine Verbesserung des angeschlagenen Images in dem Quartier einsetzen, zeige dem 79-Jährigen klar: „Hier ist noch viel zu tun.“ Mit seiner Skulptur wolle Korsmeier ein „sinnstiftendes Zeichen für eine kontroverse Stadtgesellschaft, ein dominantes Symbol für das Miteinander“ schaffen.

Im Gespräch mit Kinderhausern: Bei seinem Besuch in dem Stadtteil ließ sich der OB nicht die Gelegenheit nehmen, sich auch mit den jungen Bewohnern auszutauschen.

Kickertische für den Jugendsalon

Ein offenes Ohr zeigte der OB für einige Jugendliche, die sich mit ihren ganz persönlichen Wünschen an ihn wandten: „Für den Jugendsalon am Sprickmannplatz brauchen wir neue Kickertische“, erklärte der zwölfjährige Moussa. Der 26-jährige Fatmir Ademi, ehrenamtlicher Sozialhelfer in der Einrichtung, pflichtete ihm bei: „Wir laden Herrn Lewe gern dazu ein, sich persönlich ein Bild von unseren Räumen zu machen. Es wäre schön, wenn er kommt.“

Von Westfalia Kinderhaus bis zur Arbeitsloseninitiative

Dass Lewe sich, wie vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister angekündigt, besonders für das Stadtviertel einsetzen will, beweist seine umfassende Tour: Bei der ersten Station, ein Treffen mit dem Verein SC Westfalia Kinderhaus, ging es vor allem um den 2015 auslaufenden Pachtvertrag für den Sportplatz am Wangeroogeweg. Anschließend stattete der Ehrengast dem Lepramuseum und dem Heimatmuseum einen Besuch ab, später ließ er sich das Sozialbüro und die Arbeitsloseninitiative an der Josef-Beckmann-Straße zeigen.

Nach einer abschließenden Gesprächsrunde im Wuddi-Café des Bürgerhauses zeigte sich Lewe überzeugt: „Kinderhaus ist mehr als die Schleife. Es ist ein lebenswertes Quartier mit vielen Besonderheiten und Reizen, der auf längere Sicht durchaus das Potential zum 'Musterstadtteil' hat.“

Caroline Kern

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