Benutzeranmeldung
DM-Zeit kann Jana Hempelmanns Laune nicht trüben

Hat Spaß und bringt Leistung: LSF-Athletin Jana Hempelmann. [Fotos: Hackmann]
Die Premiere auf Deutschen Meisterschaften hatte sich Jana Hempelmann sicherlich etwas anders vorgestellt. Die 31-jährige Athletin der Laufsportfreunde Münster (LSF) ging am Sonntag die Halbmarathon-DM im baden-württembergischen Bad Liebenzell auf den ersten zehn Kilometern doch eine Spur zu schnell an – und musste bei den ungewohnt hohen Temperaturen von 25 Grad dem hohen Anfangstempo am Ende Tribut zollen.
Bei 1:39:35 Stunden stoppte die Uhr für die Münsteranerin. Ein Wert weit entfernt von ihrer Bestzeit von 1:21:58, die sie noch vor kurzem beim LSF-Straßenlauf auf den Asphalt geschrieben hatte. Doch was andere Läufer als Rückschlag aufgefasst hätten, ließ die blonde LSF-Athletin kühl. Die gute Laune, die Hempelmann auch in der Trainingsgruppe des Klubs verbreitet, war schnell wieder zurück, das Rennen abgehakt.
Steile Leistungskurve
Schließlich hat die gebürtige Coesfelderin in den letzten Monaten eine so steil ansteigende Leistungskurve vorzuweisen, dass sich ihr Trainer Michael Holtkötter im Scherz die Frage stellt: „Wie funktioniert sowas ohne Doping?“ Denn die LSF-Langstrecklerin begann erst vor drei Jahren überhaupt mit dem Laufsport. „Davor war ich so eine typische Aasee-Joggerin“, grinst die in Hiltrup beschäftigte Physiotherapeutin. Doch im letzten Jahr hat Jana nicht nur immer wieder über fünf und zehn Kilometer in schöner Regelmäßig neue persönliche Bestmarken herausgelaufen. Im Halbmarathon steigerte sich Hempelmann in diesem Zeitraum um sage und schreibe sieben Minuten. Das sind Welten.
Auf seine rhetorische Frage hat Holtkötter Antworten parat: „Regelmäßiges Training, fünf Mal in der Woche, ein passendes berufliches Umfeld – und bemerkenswerte Werte ihrer Physis.“ Denn die maximale Sauerstoffaufnahme, zu der Hempelmanns Körper in der Lage ist, ist laut Dr. Gerrit Borgmann vom münsterischen Zentrum für Sportmedizin (ZfS) der höchste Wert, der in Münster bei einer Frau gemessen wurde.
Bestens präpariert
Zudem mit einer natürlichen Gelassenheit ausgestattet zeigt sich Hempelmann bestens präpariert für den Langstreckenlauf. Wobei auch der Antrieb der 31-Jährigen, sich diesem Sport zu verschreiben, durchaus außergewöhnlich ist. „Ich habe mit dem Laufen überhaupt nur angefangen, weil ich seit langem den Traum hatte, einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen“, gesteht Hempelmann. So wie andere Menschen einmal auf der Freiheitsstatue stehen wollen oder auf einem Elefanten reiten. Nach einem halben Jahr Training ging die LSF-Läuferin beim Münster-Marathon 2007 an den Start. Und lief dort gleich mit 3:28 Stunden eine ordentliche Zeit. „Ich war total happy, auch wenn mir danach zwei Tage die Beine weh taten“, erinnert sich Hempelmann.
Kein Druck
Gemacht hat die Münsteranerin das für sich, nicht aus einem Gesundheitsplan heraus oder durch den Kampf mit dem inneren Schweinehund inspiriert. „Auf Zeit zu laufen, also gegen die Uhr, das ist bei mir erst sehr spät gekommen“, berichtet sie: „Ich mache mir ohnehin wenig Gedanken darüber. Und auch keinen Druck. Es ist nicht schlimm, wenn ich nicht Erste werde oder die angepeilte Zeit verpasse“, sagt Hempelmann. Und so wird die 31-Jährige auch ihren Auftritt in Bad Liebenzell problemlos verarbeiten. Hempelmann liegt mir ihrer Auffassung vom Laufsport auf einer Linie mit Trainer Michael Holtkötter (Foto): „Die ersten Kriterien in meinem Training sind Spaß und Gesundheit. Diese beiden Dinge schließen aber Leistung nicht aus.“
Nächstes Ziel gesteckt
Auch jetzt, unmittelbar nach dem DM-Debüt im Halbmarathon, hat Hempelmann für dieses Jahr noch ein großes Ziel angepeilt: Den Volksbank-Münster-Marathon am 12. September. „Da will ich unter drei Stunden bleiben. Leicht laufen und gut fühlen. Noch reagiert mein Körper gut auf die Belastung“, strahlt die spätberufene Langstrecklerin. Der nächste Wettkampf allerdings wird kürzer. Holtkötter: „Nicht länger als fünf Kilometer. Dann kann sie sich einfach nur über eine kurze Distanz auspowern. Ein falsches Tempo zu Beginn wäre dann nicht so schlimm.“ Hempelmann ist da ganz bei ihrem Coach: „Für mich ist es wichtig, dass Michi mich berät.“ Hat bis dato ja auch prächtig funktioniert.
Lutz Hackmann
[04.07.2010 | LUH]Die Rekorde purzelten beim 4. Brooks Münster-City-Run in der Innenstadt am Sonntagabend: Nie sind mehr Aktive über die Strecke im Schüler-Lauf (1,2 km) und Hauptlauf (10 km) gegangen. Insgesamt 961 Athleten zählten die Organisatoren der Laufsportfreunde Münster (LSF). Gerade bei den Youngsters bis 1995 waren es exakt 401 Starter – eine Steigerung zur 3.
[29.06.2010 | LUH]Senioren-DM: Boulouh knapp an Bronze vorbei
- [28.06.2010 | LUH]
Mit drei Medaillen kehrte Münsters Rudernachwuchs von den Deutschen Jugendmeisterschaften in Essen zurück. Lorena Schäfermeyer vom ARC zu Münster holte im Einer der Juniorinnen A (Jhrg. 1992/93) Silber.
[28.06.2010 | LUH]Das nennt man wohl eine Punktlandung: Die Neuvermessung der Strecke des Brooks-Münster-City-Run, dessen 4. Auflage am 4. Juli startet, ergab, dass eine Runde auf den Meter genau zwei Kilometer beträgt. Somit sind die Start- und Ziellinie identisch und es werden fünf gleich große Runden gelaufen.
[23.06.2010 | TA]Wasserballer mit dem elften Sieg zum Titel
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



