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IHK-Blitzumfrage: Flugverbot macht den Firmen zu schaffen

Aufgrund des Vulkanausbruchs müssen die Flieger am Boden bleiben. In einer IHK-Blitzumfrage wurden von den Unternehmen rund 1000 entfallene Geschäftsreiseflüge gemeldet. [Foto: Pixelio/Wolf & Margs]
Das Flugverbot infolge des Vulkanausbruchs auf Island macht auch der Wirtschaft innerhalb der Region zu schaffen. Nach einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen von Montag, 19. April, haben zahlreiche Unternehmen ihre geplanten Geschäftsflüge streichen müssen.
Aber auch die nicht beförderten Luftfrachtsendungen bereiten Probleme. Insgesamt wurden der IHK bis Sonntagnachmittag von rund 80 Betrieben ca. 350 entfallene Flüge gemeldet. Allein bei einem Unternehmen waren 70 Passagierflüge ausgefallen.
Vertragsverhandlungen
Die tatsächlich gestrichenen Flugreisen der münsterländischen Firmen dürften nach IHK-Schätzung jedoch noch deutlich höher liegen. Geschäftsführer Joachim Brendel geht davon aus, dass „bis zu 1.000 bisher nicht angetretene Geschäftsreiseflüge - vorsichtig geschätzt - realistisch sind“. Rund 250 mittlere und größere Firmen hatte die IHK interviewt.
„Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele geplatzte Vertragsverhandlungen, Meetings oder auch Reparatur- und Servicetermine von Fachmonteuren im Ausland“, erklärt Brendel. Aber auch die internationale Ersatzteillogistik und sonstige Luftfracht seien von dem Flugverbot betroffen. Es könne bis in die nächste Woche hinein dauern, bis die aufgestauten Frachtsendungen schließlich ihren Empfänger erreichen - je nachdem, wie lange das Flugverbot noch andauere.
Logistikabläufe
Die gesamtwirtschaftliche Erholung werde nach Einschätzung der IHK bisher nicht gefährdet. Das könne sich jedoch ändern, wenn das Flugverbot über diese Woche hinaus Bestand habe. Brendel: „Der Vulkanausbruch auf Island und seine Folgen in ganz Europa machen deutlich, welche Bedeutung der Mobilität von Personen und Gütern in unserem international verwobenen Wirtschaftssystem zukommt und wie sensibel die fein gesteuerten Logistikabläufe auf Störungen reagieren.“
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